Mythos Soja – Ist Tofu gesund oder ungesund?

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Ich bekomme häufig die Fragen gestellt: „Was ist eigentlich mit Soja?“ und „Ist Tofu gesund?“. Es kommt tatsächlich auf die Art des Produkts an, dennoch gibt es das ein oder andere Detail darüber zu wissen. Denn trotz der weitläufigen Meinung, Sojaprodukte im Allgemeinen und Tofu seien gesund, können diese Ansichten tatsächlich ein gefährlicher Mythos sein. Denn viele Sojaprodukte, und somit auch Tofu, können durchaus ungesund sein.

Soja hat in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen, insbesondere Tofu ist unter Veganern als „Fleischersatz“ sehr beliebt. Auch scheint es so, dass die hohen Mengen an konsumierten Tofu einen guten Ruf genießen. Die Wahrheit aber ist, dass zu viel Tofu eher ungesund ist. Um ehrlich zu sein, ist Soja im Allgemeinen eher schlecht. Denn Soja ist eigentlich eines der am häufigsten gentechnisch veränderten Lebensmittel der Welt und Tofu wird nun einmal aus Sojabohnen, Wasser und einem Gerinnungsmittel hergestellt. Sojamilch, Sojajoghurt, Tofu und Proteinpulver – die vermeintlich gesundheitsfördernden Eigenschaften von Soja sind eher eine Erfindung und Marketingstrategie großer Nahrungsmittel- und GenTech-Giganten. Monsanto & Co lassen grüßen.

Aber warum ist Soja nun schlecht und Tofu ungesund? Prinzipiell ist zu beachten, dass man Sojaprodukte in zwei Gruppen einteilen sollte: fermentierte und nicht fermentierte. Zu den nicht fermentierten gehören beispielsweise Tofu, Sojamilch, Sojaprotein und Edamame, während zu den fermentierten Sojaprodukten Tempeh, Natto und Miso gehören. Gerade die Fermentation ist es jedoch, die Sojaprodukte tatsächlich gesundheitsfördernd macht.

Was ist Tofu?

Die Menschen fragen sich oft, woraus Tofu hergestellt wird. Tofu ist eine Art Sojabohnenquark, da es aus der Gerinnung von Sojamilch und anschließendem Pressen zu Quark hergestellt wird. Der Prozess der Herstellung von Tofu ist relativ ähnlich wie bei der Herstellung von Käse aus Milch. Es gibt verschiedene Arten von Tofu, wie beispielsweise weicher Tofu, fester Tofu, Seidentofu oder fermentierter Tofu. Auch wenn Tofu recht kalorienarm und reich an Proteinen ist, lohnt es sich nicht, seine Proteine unbedingt aus Tofu zu erhalten.

Kommen wir zum Soja!

Die Antwort ob Soja gesund oder ungesund ist lautet: Circa 95 Prozent des erhältlichen Sojas ist ungesund. Auch wenn die Studienlage zeigt, dass die Bevölkerung der Okinawa (Japan), die als eines der ältesten Bevölkerungen der Welt gelten, viel Soja konsumieren, liegt das Problem daran, dass die Okinawa andere Sojasorten konsumieren als heute im Supermarkt erhältlich.

Das Problem mit Soja ist, dass es einen Stoff enthält, der als Phytoöstrogene bezeichnet wird. Diese Phytoöstrogene ähneln von der Struktur dem körpereigenen Östrogenen sehr. Bei Männern, die viel Östrogene konsumieren, kann es auf Dauer zu femininen Eigenschaften kommen. Bei Frauen kann ein zu hoher Östrogenspiegel, verursacht durch zu viele Phytoöstrogene, das Risiko für Brustkrebs, PCOS und andere hormonelle Beschwerden erhöhen.

Ein weiteres und durchaus ernsthaftes Problem mit Soja ist, dass über 90 Prozent des heutzutage erhältlichen Sojas stark gentechnisch verändert und mit Pestiziden (Monsanto & Co grüßen) behandelt worden ist. Gentechnisch veränderte Lebensmittel erhöhen das Risiko für viele Krankheiten, weil sie die Darmflora zerstören und die Verdauungsfunktion beeinflussen. Deshalb sind die meisten Sojaprodukte, wie zum Beispiel Tofu, wegen der vielen Phytoöstrogene und der gentechnischen Veränderungen, ungesund.

Wann ist Soja gesund?

Andererseits kann Soja tatsächlich gesund sein, wenn es sich um nicht gentechnisch veränderte und fermentierte Sojaprodukte handelt. Fermentierte Bioprodukte beispielsweise reduzieren das Risiko von Pestiziden oder anderen Chemikalien. Fermentiert bedeutet, dass es probiotische Eigenschaften aufweist. Tatsächlich ernähren sich „die Okinawa“ (Japan) größtenteils von Natto, einem fermentierten Sojaprodukt. So gelten Natto oder auch das hier bekanntere Tempeh als gesundes fermentiertes Sojaprodukt, welches voller gesunder Nährstoffe und Probiotika steckt.

Tofu ist ungesund – Die Gründe

Das Soja in gewissen Formen gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweist, ist nun geklärt. Allerdings besteht herkömmlicher Tofu meist aus gentechnisch veränderten Sojabohnen, unterliegt starken Verarbeitungsprozessen und ist nicht fermentiert. Dies macht Tofu zu einem ungesunden Sojaprodukt. Werfen wir mal einen genaueren Blick drauf, warum Tofu ungesund ist und was für gesundheitliche Probleme es verursacht.

Genetische Veränderung

1994 wurde die erste gentechnisch veränderte Sojabohne von Monsanto auf den US-Markt gebracht. Während die Lebensmittelpreise weltweit steigen, nimmt die Verfügbarkeit von gentechnikfreien Sojabohnen ab, was dazu führt, dass immer mehr Lebensmittelhersteller gentechnisch veränderte Sojabohnen zur Herstellung von Tofu verwenden. Heutzutage sind 95 Prozent aller Sojabohnen gentechnisch verändert und stark behandelt mit Monsanto’s hochgiftigem Unkrautvernichter Glyphosat. Eine alarmierend hohe Menge. 

Gentechnisch veränderte Lebensmittel schaden der Darmflora, zerstören gute Darmbakterien und beeinträchtigen die Funktion des Verdauungssystems. Studien zeigen, dass GVO-Sojabohnen die Leber- und Nierenfunktion beeinträchtigen und zu Beschwerden führen können.

Phytoöstrogene und Brustkrebs

Tofu enthält Phytoöstrogene, also pflanzliche Östrogene. Diese Verbindungen haben eine östrogenähnliche Wirkung auf den Körper, so dass sie die normale Östrogenproduktion stören können. Einige wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Soja, bzw. das enthaltene Phytoöstrogen, dass Risiko für Brustkrebs erhöhen kann. Diese Theorie hängt aber definitiv nur davon ab, wie viel Soja konsumiert wird, sowie von der allgemeinen Gesundheit der Frau. Dennoch besteht hier ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Tofu und die Schilddrüse

Tofu wird aus Soja hergestellt und Soja enthält goitrogene Verbindungen. Diese Goitrogene sind Schilddrüsenhormonblocker, die die Produktion von Schilddrüsenhormonen stören und insbesondere eine Schilddrüsenunterfunktion verursachen können. Ausserdem hemmen Goitrogene die wichtige Jodaufnahme der Schilddrüse. Eine im Archives of Disease in Childhood veröffentlichte Studie zeigt, dass sich Sojaprodukte bereits in sehr jungen Jahren negativ auf die Gesundheit der Schilddrüse auswirken kann.

Antinährstoffe

Tofu enthält Phytate, was im wesentlichen nichts anderes als Phytinsäure ist. Phytinsäure dient der Pflanze als eigenes Schutzmittel und kann aufgrund ihrer komplexbildenden Eigenschaften Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen und Zink in Magen und Darm unlöslich binden, so dass diese dem Körper nicht mehr zur Verfügung stehen. Zusätzlich enthält Tofu weitere „Antinährstoffe“ wie Lektine (Magen-Darm-Beschwerden) und Oxalate (Nierensteine). Der Fermentationsprozess von Sojaprodukten wie Tempeh reduziert den Gehalt dieser „Antinährstoffe“.

Vitamin B12 und Vitamin D Mangel

Soja enthält so genannte B12-Analoga, also Vitamin B12 ähnliche Verbindungen. Diese Analoge können jedoch nicht vom Körper verwertet werden, so wie echtes Vitamin B12. Deshalb können Sojalebensmittel wie Tofu tatsächlich zum Vitamin-B12-Mangel beitragen, insbesondere bei Veganern.

Ein Vitamin D Mangel ist weit verbreitet, circa 90 Prozent der deutschen Bevölkerung hat einen zu niedrigen Wert. Aber unfermentierte Sojaprodukte können dieses Problem verschlimmern. Sojaprodukte wie Tofu erhöhen auch den Vitamin-D-Bedarf des Körpers, was bedeutet, dass der Verzehr von Tofu einen Vitamin-D-Mangel noch verstärken kann.

Verdauungsprobleme

Unfermentierte Sojaprodukte wie Tofu enthalten starke Enzymhemmer, die die Wirkung des Enzyms Trypsin zusammen mit anderen für die Proteinverdauung notwendigen Enzymen blockieren. Dies stört nicht nur einen gesunden Verdauungsprozess, sondern kann auch Probleme mit der Bauchspeicheldrüse verursachen.

Verdauungsenzyme sind für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden äußerst wichtig. Bei Tofu fehlen den meisten Menschen allerdings die Enzyme, die für die Verdauung dieser ungegorenen Sojaprodukte notwendig sind. Eine Unverträglichkeit verursacht Verdauungsstörungen, Blähungen und eine ganze Reihe von Magen-Darm-Problemen.

Fazit

Traditionelle asiatische Diäten, die reich an fermentieren Sojaprodukten wie Tempeh oder Natto sind, haben definitiv einen positiven Nutzen und gehören in eine gesunde Ernährungsweise. Leider werden heutzutage viel zu viele unfermentierte Sojaprodukte wie Tofu oder Sojamilch in großen Mengen konsumiert, was leider ungesund ist. Denn dabei handelt es sich um gentechnisch veränderte Sojaprodukte.

Auch wenn Lebensmittelkonzerne, angebliche Experten und offizielle Ernährungsgesellschaften immer wieder behaupten, dass Tofu eine gesunde Alternative zu Fleisch ist, also pro Soja argumentieren, sollte man den Konsum von Tofu stark überdenken. Solche Berichte oder „Studien“ werden von Lebensmittelfirmen und Investoren, die ihr Geld mit Sojaprodukten verdienen, in Auftrag gegeben und finanziert. Tofu ist ungesund und sollte im Interesse der eigenen Gesundheit vermieden werden.

„Gesundheit ist eine Entscheidung.“


Dein ganzheitliches Coaching für mehr Gesundheit & Wohlbefinden

Du möchtest deine Gesundheit selbst in die Hand nehmen, du weißt aber nicht wie? Kein Wunder bei den ganzen Mythen, verschiedenen Meinungen und der medialen Verwirrung. Damit ist jetzt Schluss!

Möchtest du das nächste Level erreichen? Wünscht du dir…

  • … mehr Energie und Lebensqualität?
  • … Aufklärung was dich gesund macht oder krank hält?
  • … Wissen, welche Lebensmittel und Nährstoffe dich stärken?
  • … lästigen Diäten und Jo-Jo-Effekten „Auf Wiedersehen“ zu sagen?
  • … eine ganzheitliche und persönliche Gesundheitsberatung?

NATÜRLICH WÜNSCHT DU DIR DAS! Du verdienst es sogar.

Dich plagen gesundheitliche Beschwerden? Du bist auf der Suche nach einer persönlichen und ganzheitlichen Beratung? HIER BIST DU AN DER RICHTIGEN STELLE! Wenn du bereit bist, dann komm in mein Coaching.

Ich freue mich dich kennenzulernen,

Ramon

Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungsberater


Quellen:

Dr. Kaayla T. Daniel – The Dark Side of Soy

Dr. Axe, 2017 – Is Soy Bad for You?

Dr. Axe, 2016 – What is Tofu?

Mateljan G, 2019 – What Is Your Approach to Genetically Modified Foods?

Sourcewatch – Roundup Ready Soybeans

WebMD – SOY

Conrad S, 2004 – Soy formula complicates management of congenital hypothyroidism

Chorazy PA, 1995 – Persistent Hypothyroidism in an Infant Receiving a Soy Formula: Case Report and Review of the Literature

Ishiguro T, 2008 – The localization of phytate in tofu curd formation and effects of phytate on tofu texture.

The Weston A. Price Foundation, 2017 – Soy Alert!

The Weston A. Price Foundation, 2008 –  „Adverse Effects of Dietary Soy“

Johnson S, 2019 – Hyperthyroidism: Foods to eat and avoid

Dees C, 1997 – Dietary estrogens stimulate human breast cells to enter the cell cycle.

Gibson RS, 2010 – A review of phytate, iron, zinc, and calcium concentrations in plant-based complementary foods used in low-income countries and implications for bioavailability.

Morito K, 2001 – Interaction of phytoestrogens with estrogen receptors alpha and beta.

Chavarro JE, 2008 – Soy food and isoflavone intake in relation to semen quality parameters among men from an infertility clinic

Black MM, 2011 – Effects of vitamin B12 and folate deficiency on brain development in children

Share.

About Author

Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

Leave A Reply