Die hässliche Wahrheit über natürliche Aromen

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In immer mehr Fertigprodukten wie Backwaren, Getränke, Tiefkühl- und Milchprodukten stecken natürliche Aromen. Selbst in vielen vermeintlich gesunden Nahrungsergänzungsmitteln, wie beispielsweise Wellness- und Proteinpulvern, findet man natürliche Aromen in der Zutatenliste. Natürliche Aromen sind heutzutage einer der am häufigsten vorkommenden Zutaten auf Lebensmitteletiketten. Mittlerweile stolpert man überall über diese Zusatzstoffe. Logisch, erst mit zugeführten Aromen werden Industrieprodukte überhaupt erst genießbar.

Je stärker ein Produkt verarbeitet wurde, desto mehr Aromastoffe werden zugesetzt. Circa 15.000 Tonnen Aromastoffe werden in Deutschland jährlich eingesetzt, um knapp 15 Millionen Tonnen Produkte geschmacklich zu verbessern. Das bedeutet, dass durchschnittlich jeder Deutsche bis zu 500 Gramm industriell aromatisierte Produkte konsumiert, pro Tag! Der Begriff „natürliche“ kann jedoch ziemlich verwirrend und insbesondere irreführend sein. Werfen wir einen genauen Blick auf das, was natürliche Aromen überhaupt sind und warum sie alles andere als „natürlich“ sind.

Was sind natürliche Aromen?

Ein natürliches Aroma ist ein, aus pflanzlichem oder tierischem Ursprung hergestellter Extrakt, der durch Hitze, Kaltpressung, Gärung, Destillation, mikrobiologischen Verfahren und weiteren Verarbeitungsschritten hergestellt wird. Folgende Lebensmittel dienen zur Herstellung von natürlichen Aromen:

  • Gewürze
  • Früchte oder Fruchtsaft
  • Gemüse oder Gemüsesaft
  • Essbare Hefe, Kräuter, Wurzelblätter oder weiteres Pflanzenmaterial
  • Milchprodukte
  • Fleisch
  • Fisch
  • Eier

Darüber hinaus verwenden Hersteller von natürlichen Aromen immer häufiger Enzyme, um Aromastoffe aus pflanzlichen Quellen zu extrahieren, um die stetig wachsende Nachfrage nach natürlichen Aromen zu decken. So wird natürliches Aroma aus einer pflanzlichen oder tierischen Quelle entnommen, in einem Labor „manipuliert“ und Lebensmitteln hinzugefügt. Die wichtigste Funktion von Aromen, und ehrlich gesagt die Einzige, ist den Geschmack und Geruch von Industrieprodukten zu verbessern. Den gesundheitlichen Aspekt berücksichtigen sie allerdings überhaupt nicht.

Warum werden natürliche Aromen überhaupt verwendet?

Natürliche Aromen kommen mittlerweile in den meisten Fertigprodukten vor, aber warum? Kurz gesagt: Weil sonst keiner mehr Fertigprodukte kaufen würde. Die Hersteller glauben, dass Aromen die Produkte besser schmecken lassen, was wiederum gut für den Verkauf ist. Ausserdem sind Aromen in den meisten Fällen eine billige Möglichkeit, den schlechten Geschmack von Industrieprodukten zu verdecken. Zusätzlich kann man hinzufügen, dass der Einsatz von Aromen dem Hersteller hilft, teure Zutaten wie Früchte, Gemüse, Kräuter oder Gewürze einzusparen.

Untersuchungen zeigen, dass Produkte, auf denen die Bezeichnung „natürlich“ auf der Verpackung steht, von Verbrauchern positiver bewertet werden. Allerdings ist zu beachten, dass es keine offizielle Definition für ein natürliches Lebensmittel gibt, weshalb viele Lebensmittel, egal wie stark verarbeitet diese sind, von Herstellern als natürlich bezeichnet werden können. Natürliche Aromen müssen aus einem natürlichen Rohstoff stammen, aber nicht unbedingt aus einem Lebensmittel. Sie dürfen aus pflanzlichen oder tierischen Stoffen sowie aus Mikroorganismen wie Schimmelpilzen gewonnen werden. Tatsächlich stammen die meisten natürlichen Aromen aus Schimmelpilzen.

Der Unterschied zwischen verschiedenen Aromen

Interessanterweise unterscheiden sich natürliche und künstliche Aromen eigentlich gar nicht so sehr voneinander. Auch wenn die Hersteller einem Weiß machen wollen, dass natürliche Aromen auch tatsächlich natürlich sind, so werden dennoch beide im Labor hergestellt. Allerdings muss man sagen, dass künstliche Aromen aus Erdöl oder anderen Substanzen gewonnen werden, während natürliche Aromen tatsächlich eines natürlichen Ursprungs entstammen. Auch wenn sie keine natürlichen Eigenschaften mehr besitzen. Der wesentliche Unterschied liegt also in der Quelle und im Produktionsprozess.

Um einen natürlichen Geschmack herzustellen, ohne die imitierten Lebensmittel selbst zu verwenden, suchen die Wissenschaftler nach billigeren Quellen, die den molekularen “Fingerabdruck” der natürlichen Lebensmittel nachahmen. Manchmal werden Naturstoffe nicht wirklich von dem Geschmack abgeleitet, für den sie verwendet werden. Ein gutes (oder eher schlechtes) Beispiel dafür ist das Rindfleischaroma eines großen Fastfood-Giganten, das unter anderem aus Milch und Weizen gewonnen wird. Ebenso können afrikanische Veilchen zur Herstellung von “Wassermelonen”-Aromen verwendet werden, und flüchtige Bestandteile aus Grapefruit können zur Herstellung von sogenannten “Passionsfrüchten”-Aromen verwendet werden. Gentechnisch veränderte Hefe wird häufig zur Herstellung von “Vanille” und „Safran” verwendet und Himbeergeschmack ist in der Regel nichts anderes als Zedernholzöl.

Letztendlich sind viele natürliche Aromen hochverarbeitet und enthalten eine Vielzahl von chemischen Zusatzstoffen. Tatsächlich könnte ein natürliches Aroma bis zu 100 Chemikalien enthalten.

Sind natürliche Aromen besser als künstliche Aromen?

Auch wenn natürliche Aromen auf den ersten Blick gesünder erscheinen und der Wortlaut das per Definition vermuten lässt, so unterscheiden sich diese in ihrer chemischen Zusammensetzung kaum von künstlichen Aromen. Ein bestimmtes Aroma kann sowohl mit natürlichen Inhaltsstoffen als auch synthetisch hergestellt werden. Tatsächlich enthalten künstliche Aromen aber deutlich weniger Chemikalien als Natürliche. Auch sollen künstliche Aromen deutlich sicherer für den Konsumenten sein als ihr angeblich natürliches Pendant, da die künstliche Variante unter strengeren Bedingungen hergestellt wird. Was natürlich nicht bedeutet, dass künstliche Aromen gesund sind. Insgesamt kann man sagen, dass natürliches Aroma also nicht gesünder als künstliches Aroma ist.

Gründe, warum man natürliche Aromen vermeiden sollte

Leider wissen immer noch viel zu wenig Menschen über die gesundheitlichen Risiken von synthetischen Lebensmittelzusatzstoffen wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, künstliche Süßstoffe und Aromen. Allerdings gilt die Vermutung, dass natürliche Aromen, im Gegensatz zu künstlichen Aromen, gesund seien. Schließlich sind sie ja „natürlich“. Dem ist nicht so. Hier kommen einige gute Gründe, warum man auch natürliche Aromen unbedingt vermeiden sollte:

  1. Natürliche Aromen sind zu 90% synthetischer Schrott: Wie bereits erwähnt, enthalten natürliche Aromen bis zu 90 Prozent chemische Lösungsmittel, Konservierungsmittel und weitere synthetische Substanzen. Dazu gehören möglicherweise krebserregende Substanzen.
  2. Natürliche Aromen sind im Grunde genommen „Parfüm“ für den Mund: Reinigungsprodukte, Parfüms und Kosmetika enthalten eine Kombination von Chemikalien, die als “Duftstoffe” bezeichnet werden. In verarbeiteten Lebensmitteln wird diese chemische Mischung als “Geschmack” bezeichnet. Da der Geruch einen Großteil des Geschmacksempfindens ausmacht, sind Düfte und Aromen in der chemischen Zusammensetzung oft alarmierend ähnlich.
  3. Natürliche Aromen machen süchtig: Aromen werden von den großen Lebensmittelproduzenten (Big Food) hergestellt. Alleine die größten 4 Unternehmen teilen sich den Markt nahezu komplett untereinander auf. Berichte aus dem Jahr 2011 zeigen auf, dass Wissenschaftler dieser großen Unternehmen zugeben, dass das tatsächliche Ziel von Aromen sei, die Konsumenten süchtig und abhängig zu machen. Es hat einen Grund, dass schlechte Gerüche von Lebensmitteln abschreckend wirken. Bei Lebensmitteln mit zugesetzten Aromen kann jetzt nicht mehr gerochen werden, ob es sich um schlechte Qualität handelt.
  4. Natürliche Aromen werden nicht wirklich streng kontrolliert: Offizielle Stellen regulieren die Herstellung von natürlichem Aroma nicht streng genug und die auszuwertende Datenlage ist daher häufig lückenhaft. Ausserdem entwickeln Lebensmittelriesen häufig ihre eigenen Zusatzstoffe, ohne eine ausgiebige Sicherheitsüberprüfung.

Fazit

Natürliche Aromen sind nicht natürlich, egal wie sehr die Lebensmittelhersteller versuchen, die Verbraucher vom Gegenteil zu überzeugen. Mittlerweile sind diese Zusätze aber so weit verbreitet und in so vielen Produkten enthalten, dass es wirklich schwer ist, sie zu vermeiden. Die einfachste Lösung ist, den Kauf von Produkten, die natürliche Aromen enthalten, einzustellen. Letztendlich bestätigt es immer und immer wieder, mehr frische vollwertige Lebensmittel zu konsumieren und verpackte Lebensmittel auszuwählen, in denen die Zutaten als echte Lebensmittel erkannt werden.

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Ich freue mich dich kennenzulernen,

Ramon

Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungsberater

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About Author

Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

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