Aspartam, der gefährliche Süßstoff

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Kaum ein Zusatzstoff erhält so viel unterschiedliche Kritik wie Aspartam. Befürworter von Softdrinks und Diätgetränken behaupten hartnäckig, dass Aspartam sicher sei, keine Nebenwirkungen nachgewiesen wurden und gesundheitliche Risiken nicht zu befürchten sind. Auf der anderen Seite steht die gesundheitsbewusste Gemeinschaft, die Aspartam als eines der gefährlichsten Lebensmittelzusatzstoffe betrachtet.

Tatsächlich ist Aspartam eines des ungesündesten synthetischen Süßstoffe die man finden kann. Nicht umsonst wird dieser künstliche Stoff mit diversen Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht. Studien zeigen, dass der Süßstoff das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Diabetes massiv erhöht. Die produzierende Industrie versucht mit manipulierten Gegenstudien Aspartam in ein gutes Licht zu rücken und von den negativen Schlagzeilen abzulenken.

Ob Aspartam aber wirklich so gefährlich ist und ob kleinere Mengen vom Süßstoff für den Körper in Ordnung sind, klären wir im folgenden Artikel.

Was ist Aspartam eigentlich?

Aspartam ist ein synthetischer Süßstoff, der als Lebensmittelzusatzstoff eingesetzt wird und bis zu 200 Mal süßer ist als herkömmlicher raffinierter Zucker. Aspartam leitet sich von den beiden Aminosäuren L-Asparaginsäure und L-Phenylalanin ab. Aspartam ist auch als AminoSweet, NutraSweet oder E951 bekannt. Es wird für eine Vielzahl von Produkten wie Diätgetränke, Kaugummi und Süßigkeiten verwendet.

Nach dem Konsum von aspartamreichen Produkten zerfällt dieser künstliche Süßstoff während der Verstoffwechselung in drei chemische Verbindungen: Phenylalanin, Asparaginsäure und Methanol. Auch wenn Methanol keine gesundheitlichen Vorteile hat und auf Dauer gefährlich sein kann, so ist insbesondere Phenylalanin eine gefährliche Verbindung. Methanol befindet sich zwar auch in anderen gesunden Lebensmitteln, ist dort, wie in Früchten, an den Ballaststoff Pektin gebunden und wird dadurch über den Verdauungsprozess ausgeschieden. In Aspartam ist „freies Methanol“ enthalten, welches sich dann in Formaldehyd umwandelt. Sowohl Methanol als auch Formaldehyd sind krebserregend.

Phenylalanin ist eine Aminosäure, die in hohen Dosen toxisch sein kann. Daher müssen Produkte die Aspartam enthalten, mit einem Warnhinweis versehen sein: „Enthält Phenylalanin“. Bei chemischer Bindung an beispielsweise Aspartam, wird Phenylalanin jedoch sofort in den Blutkreislauf aufgenommen und nicht langsam über die Verdauung. Die Aminosäure Phenylalanin kann die Blut-Hirn-Schranke passieren, sich daher im Gehirn anreichen und neuronale Prozesse stören. Durch ein einziges Diät-Getränk erhöht sich der Phenylalanin Spiegel im Gehirn, wodurch der Serotoninspiegel sinkt.

Kurzer Exkurs in die Vergangenheit

Aspartam wurde 1965 in Chicago von dem Chemiker Jim Schalter der GD Searle Company entdeckt. Kurioserweise fungiert diese Searle Firma als Tochterunternehmen des Chemiekonzerns Monsanto (heute Monsanto-Bayer). In den 1970 und 80er Jahren gingen viele Klagen, die meisten basierend auf extern durchgeführten Studien, gegen die Firma GD Searle und deren Produkt Aspartam ein. Es stellte sich raus, dass GD Searle über 100 Studien zu Aspartam zu ihren Gunsten manipuliert hatte.

Dennoch wurde 1983 Aspartam für kohlensäurehaltige Getränke freigegeben. Auch wenn selbst in den Jahren bis 1986 Sicherheitsbedenken offiziell im Raum stehen blieben, so leugneten offizielle Stellen, dass Aspartam Probleme verursachen würde. Studien, finanziert von der produzierenden Industrie, gaben an, bis zu 100 Prozent positive Ergebnisse erzielt zu haben. Unabhängig finanzierte Forschungen fanden jedoch ein 92 prozentiges Risiko von gesundheitlichen Gefahren von Aspartam.

Aspartam in Produkten

Aspartam ist schätzungsweise in über 6.000 verschiedenen Produkten enthalten, also praktisch unmöglich alle aufzulisten. Daher ist es von immenser Wichtigkeit für die Gesundheit, aufmerksam alle Etiketten und deren Inhalte zu prüfen. Die folgenden Lebensmittel, Getränke und Medikamente enthalten häufig Aspartam:

  • Soft-Drinks
  • Diät-Getränke
  • Eistee Produkte
  • Fruchtsäfte
  • Zuckerfreie Produkte („ohne Zuckerzusatz“)
  • Kaugummi, zuckerfreies Kaugummi und zuckerfreie Lutschtabletten
  • Kaffeesüße
  • Aromatisiertes Wasser
  • Zuckerfreies Eis („ohne Zuckerzusatz“)
  • Diät Shakes und Diät Produkte
  • Müsliriegel, zuckerfreie Müsliriegel
  • Sportgetränke, Fitnessgetränke
  • Weichgummi-Süßigkeiten
  • Joghurt (insbesondere zuckerfreie und fettfreie)
  • Abführmittel
  • Einige Medikamente

Nebenwirkungen und gesundheitliche Gefahren

In den frühen 2000er Jahren sammelten sich bei offiziellen Behörden diverse Beschwerden für über 40 verschiedene Symptome, darunter Kopfschmerzen, Depressionen, Gedächtnisverlust, Schwindel und zerebraler Krampfanfall. Die Beschwerden bezogen sich auf die dutzenden Studien, die die negativen Auswirkungen von Aspartam wiederspiegelten.

Ein Krebsforschungsinstitut, dass sich ausführlich mit Aspartam beschäftigte, veröffentlichte 2014 folgende Erklärung: „…auf der Grundlage der hierin berichteten Beweise für die potenziellen krebserregenden Auswirkungen von [Aspartam] ist eine Neubewertung der derzeitigen Position der internationalen Regulierungsbehörden als dringende Angelegenheit der öffentlichen Gesundheit anzusehen.

Was sind nun also die größten gesundheitlichen Gefahren von Aspartam:

Erhöht massiv das Krebsrisiko

Seit Jahrzehnten zeigen Studien das Potenzial krebserregender Eigenschaften von Aspartam. Das Ramazzini-Institut veröffentlichte diverse Studien, in denen festgestellt wurde, dass Aspartam mit einem Anstieg der Häufigkeit von Lymphomen/Leukämien um bis 300 Prozent in direkter Verbindung steht. Weitere Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Aspartam und verschiedenen Krebsarten, wie beispielsweise Leberkrebs, Lungenkrebs, Hirnkrebs und Brustkrebs.

Führt zu oder verschlimmert Diabetes

Ärzte empfehlen Diabetespatienten häufig zuckerhaltige Getränke durch Diät Getränke zu ersetzten, ein großer Fehler. Studien zeigen, dass sich in vielen Fällen die Einnahme von Aspartam negativ auf Diabetes und deren Symptome auswirken, bzw. verschlimmern können.

Erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle

Die Einnahme von Aspartam ist mit dem metabolischen Syndrom verbunden. Diese Gruppe von Erkrankungen umfasst unter anderem hohen Blutdruck, hohen Blutzucker, überschüssiges Bauchfett und hohe Cholesterin-/Triglyceridwerte. Es markiert einen dramatischen Anstieg des Risikos für Herzerkrankungen, Schlaganfall und Diabetes.

Stört das zentrale Nervensystem und schädigt das Gehirn

Die meisten Beschwerden über Aspartam und deren Symptome sind neurologischer Natur. Unabhängige Forschungen zeigen eine Verbindung zwischen dem synthetischen Süßungsmittel und Hirntumoren, Zellschäden im Gehirn und Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson. Es wurde eine Zunahme von depressivem Verhalten und Rückgang der Orientierung durch eine aspartamreiche Ernährung festgestellt.

Aspartam senkt drastisch die Dopamin- und Serotoninwerte im Gehirn und verursacht oxidativen Stress, der die Gehirnzellen massiv schädigen kann. Tierstudien aus dem Jahr 1970 ergaben, dass Aspartam massive Hirnschäden an den Versuchstieren verursachte, selbst bei sehr niedriger Dosierung.

Daher ist Aspartam auch eng mit der Entstehung von psychischen Störungen, insbesondere Depressionen, verbunden. Ausserdem kann der Süßstoff zu Konzentrationsstörungen führen und das Gedächtnis negativ beeinflussen.

Aspartam zum Abnehmen? Von Wegen!

Studien haben ergeben, dass der künstliche Süßstoff tatsächlich mit einer Gewichtszunahme verbunden ist und nicht mit einem Gewichtsverlust, so wie in der Werbung für Diätprodukte versprochen. Ein Experiment aus dem Jahr 2014 ergab, dass das Trinken von Diätgetränken psychologische Prozesse beeinflusst, die dazu führen könnten, dass eine Person die allgemeine Kalorienzufuhr erhöht.

Vorzeitige Menstruation bei Mädchen

US-Universitäten haben 10 Jahre lang junge Mädchen untersucht, um Wachstum und hormonelle Veränderungen, sowie Lebensstil und Ernährung zu verfolgen. Sie fanden heraus, dass das Trinken von koffeinhaltigen Softdrinks, insbesondere von Diätgetränken mit Aspartam, mit der frühen Entwicklung von Menstruationszyklen verbunden war. Warum ist das nun wichtig? Zu den langfristigen Risiken einer zu frühen Pubertät gehören Brustkrebs, Virusinfektionen, Herzkrankheiten und Diabetes.

Erhöhtes Risiko für Nierenerkrankungen

Eine 20 jahrelange Studie bei über 3.000 Frauen ergab, dass der regelmäßige Konsum von aspartamhaltigen Produkten, insbesondere Diät Getränke, mit der Reduzierung der Nierenfunktion um bis zu 30 Prozent verbunden ist.

Fazit – welche Personengruppen sollten auf Aspartam verzichten?

Aspartam ist ein ausserordentlich schädlicher Süßstoff und daher sollte die Antwort auf die Frage lauten: ausnahmslos jeder sollte auf Aspartam verzichten. Glücklicherweise beweist die unabhängig finanzierte Forschung, dass Aspartam ungesund und schädlich für die Gesundheit ist.


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Quellen:

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Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

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