Softdrinks erhöhen das Krebsrisiko – Tod durch Limonade?

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Softdrinks und Fruchtsäfte sind nicht nur im Sommer beliebte „Durstlöscher“, mittlerweile werden sie das ganze Jahr in großen Mengen getrunken. Umfragen zeigen, dass der Konsum von zuckerhaltigen Getränken in den letzten Jahrzehnten weltweit zugenommen hat, in den letzten 20 Jahren um über 40 Prozent. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Softdrinks in Deutschland liegt bei rund 135 Litern im Jahr. Das ist, runter gerechnet, eine 0,33 Liter Dose jeden Tag. Ein fataler Fehler, denn Softdrinks stehen in Verbindung, das Krebsrisiko zu erhöhen.

Der regelmäßige Konsum von Softdrinks, Limonaden & Co. erhöht das Risiko für zahlreiche gesundheitliche Beschwerden wie Übergewicht, Diabetes, Lebererkrankungen, kardiovaskuläre Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Laut neuesten Forschungen erhöhen Softdrinks sogar das Krebsrisiko, wie beispielsweise Brust-, Bauchspeicheldrüsen- und Gallenblasenkrebs. Untersuchungen ergaben, dass weltweit bis zu 180.000 Todesfälle pro Jahr auf den übermässigen Konsum von zuckerhaltigen Getränken zurückzuführen sein könnten. Die Dunkelziffer liegt womöglich weit darüber.

Die Studie – Softdrinks erhöhen das Krebsrisiko

Eine im Juli 2019 erschienene Studie untersuchte an über 100.000 Teilnehmern, ob das Trinken von zuckerhaltigen Getränken das Krebsrisiko der Teilnehmer erhöhen könnte. Ziel der Studie war es, „…den Zusammenhang zwischen dem Konsum von zuckerhaltigen Getränken (wie Softdrinks, Limonaden und Fruchtsäften), synthetisch gesüßten Getränken und dem Krebsrisiko zu beurteilen“.

Die Ergebnisse zeigten, dass bereits ein Konsum von weniger als einer halben Tasse gezuckerten Getränken pro Tag, das Risiko für Krebs um bis zu 18 Prozent erhöht. Die Forscher ermittelten, dass das erhöhte Krebsrisiko in direktem Zusammenhang mit Softdrinks steht. Die Untersuchungen ergaben zudem, dass selbst der Verzehr von industriell hergestellten Fruchtsäften das Krebsrisiko erhöht.

Wie können zuckerhaltige Getränke das Krebsrisiko erhöhen?

Der Konsum von gesüßten Getränken ist mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit verbunden. Fettleibigkeit gilt wiederum als großer Risikofaktor für diverse Arten von Krebs, wie zum Beispiel Rachen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Magen-, Gallenblasen-, Prostata-, Brust-, Leber- und Nierenkrebs. Zuckerhaltige Getränke scheinen sogar, unabhängig vom Körpergewicht, einen Zuwachs an Viszeralfett (tiefes Bauchfett welches die inneren Organe umhüllt) zu fördern. Viszerales Fett ist mit dem Wachstum von Tumoren verbunden.

Die Wissenschaftler glauben ausserdem, dass neben der Verbindung zwischen Softdrinks, Fettleibigkeit und erhöhtem Krebsrisiko, auch bestimmte chemische Verbindungen in zuckerhaltigen Getränken das Krebsrisiko signifikant erhöhen können. Pestizide, künstliche Zusätze in Fruchtsäften, Aspartam und andere künstliche Süßstoffe in Softdrinks spielen ebenfalls eine große Rolle bei der Krebsentstehung.

Künstliche Süßstoffe – eine Gefahr für die Gesundheit

Ist in Softdrinks Zucker selbst nicht enthalten, dann kommen meist künstliche bzw. synthetische Süßstoffe zum Einsatz, wie beispielsweise Aspartam, Acesulfam, Sucralose oder Saccharin. Was viele Menschen leider nicht wissen ist, dass diese künstlichen Süßstoffe neben Kopfschmerzen, Migräne, Übergewicht, Leberkrankheiten und Herz-Kreislauf-Beschwerden, auch süchtig machen. Diese Süßstoffe stimulieren die Geschmacksnerven im Gehirn und erhöhen das Verlangen nach mehr süßen Lebensmitteln. Dies führt zu noch mehr Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Nierenschäden.

Künstliche Süßstoffe drosseln (verlangsamen) den Stoffwechsel, stimulieren die Geschmacksnerven und sorgen somit dafür, dass immer größere Mengen an süßen Lebensmitteln nötig sind, um den Appetit (Sucht) zu stillen. Das führt dazu, dass biochemische Prozesse dafür sorgen, dass der Körper Fett in die Bauchhöhle einlagert und das Risiko für eine Insulinresistenz und Diabetes um bis zu 67 Prozent erhöht. Darüber hinaus ergaben Studien, dass künstliche Süßstoffe Auswirkungen auf die Blutgefäße haben und Arteriosklerose begünstigen.

Viele Jahre wurden künstliche Süßstoffe als ungefährlich eingestuft, ein großer Fehler. Neben dem logischen Menschenverstand vieler ganzheitlich denkender Experten, zeigen nun glücklicherweise neueste Untersuchungen, dass verschiedene künstliche Süßstoffe die Darmflora negativ verändern können. Diese Veränderung führt zu einem gestörten Stoffwechsel und zu einem negativen Ungleichgewicht der Darmflora, was wiederum Verdauungsbeschwerden verursacht, das Immunsystem schwächt und die Ursache für weitere (chronische) Gesundheitsbeschwerden sein kann.

Zusammengefasst kann man sagen, dass künstliche Süßstoffe und raffinierter Zucker große negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. So sind die Folgen von regelmäßigem Zucker- und künstlichem Süßstoff-Konsum:

  • Negative Veränderung und Ungleichgewicht der Darmflora
  • Verlangsamung des Stoffwechsels
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schwächung des Immunsystems
  • Übersäuerung
  • Fettleibigkeit und Zunahme von Viszeralfett
  • Insulinresistenz und Diabetes
  • Kognitive Störungen, Sucht, Migräne, Depressionen
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Arteriosklerose
  • Erkrankungen der Leber und Nieren
  • Krebs

Gesündere Alternativen

Das zuckerhaltige und synthetische Getränke wie Softdrink das Krebsrisiko erhöhen und zu weiteren unterschiedlichen Beschwerden führen können, ist nun eindeutig geklärt. Solche Getränke sollten niemals als Durstlöscher herangezogen werden, im Idealfall komplett gemieden werden.

Der beste Weg um tatsächlichen Durst zu löschen und dauerhaft hydratisiert zu bleiben ist das Trinken von stillem Wasser. Wasser enthält keine Kalorien, keinen Zucker, keine künstlichen Süßstoffe und ist aus vielen Gründen unerlässlich für die allgemeine Gesundheit. Abgesehen vom Wasser, gibt es aber noch ein paar weitere gesunde Alternativen:

  • Wasser mit Obst und/oder Gemüse
  • Kokosnusswasser
  • Ungesüßter Tee
  • Selbstgemachter Eistee
  • Frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte, wie beispielsweise Selleriesaft
  • Frisch gemachte (grüne) Smoothies
  • Kombucha

Als bessere Varianten für raffinierten Zucker und künstliche Süßstoffe eignen sich ausserdem hochwertiger Ahornsirup, Kokosblütenzucker, Stevia, Fruchtpürees und für Nicht-Veganer Rohhonig. Auch lässt sich durch das Hinzufügen von gesunden Aromen und Gewürzen wie Vanille, Roh-Kakao, Zimt, Süßholz oder Kardamom der Geschmack von Lebensmitteln verfeinern. 

„Gesundheit ist eine Entscheidung.“


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Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungsberater


Quellen:

Statista, 2018 – Pro-Kopf-Ausgaben für Softdrinks im Ländervergleich

Statista, 2019 – Erfrischungsgetränke

BMJ, 2019 – Sugary drink consumption and risk of cancer: results from NutriNet-Santé prospective cohort

Levy J, 2019 – Sugary Drinks Raise the Risk of Cancer — Does This Include Fruit Juice?

American Health Association, 2013 – 180,000 deaths worldwide may be associated with sugary soft drinks

Elinav E, 2014 – Gut Bacteria, Artificial Sweeteners, and Glucose Intolerance

Swithers SE, 2013 – Artificial sweeteners produce the counterintuitive effect of inducing metabolic derangements.

Nettleton JA, 2009 – Diet Soda Intake and Risk of Incident Metabolic Syndrome and Type 2 Diabetes in the Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis (MESA)

CWRU School of Medicine, 2018 – Artificial Sweetener Splenda Could Intensify Symptoms in Those with Crohn’s Disease

Soffritti M, 2014 – The carcinogenic effects of aspartame: The urgent need for regulatory re-evaluation.

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Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

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