Milch ist ungesund – 7 Wege wie Milch dich krank macht

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Weltweit werden enorme Mengen an Milch und Milchprodukten verbraucht. Im Durchschnitt konsumiert jeder Deutsche jährlich circa 53 Kilo Milch, 25 Kilo Käse und 17 Kilo Joghurt. Der Umsatz mit Milchprodukten lag im Jahr 2016 bei 22 Milliarden Euro. Glücklicherweise sind diese Zahlen rückläufig, da immer mehr Menschen Milch als ungesund ansehen und mit gesundheitlichen und moralischen Problemen in Verbindung bringen.

Milch und daraus hergestellte Produkte sind für den überwiegenden Teil der menschlichen Evolution nicht Teil einer normalen Ernährung. Die Sichtweise zur Milch ist sehr verwunderlich, da die Menschheit bereits seit Millionen von Jahren existiert, aber erst vor circa 6.000 Jahren damit begonnen hat, Milch zu verarbeiten. In der menschlichen Evolution war und ist nur eine einzige Milch vorgesehen, die menschliche Muttermilch.

Strategische und erfolgreiche Vermarktung durch die Milchindustrie in den 1950er und 1960er Jahren (u.a. mit Slogans wie „Milch tut dir gut“, „Milch für gesunde Knochen“ und „Milch ist gut und gesund”) haben die allgemein verbreitete Überzeugung verstärkt, dass Milch gut für unsere Gesundheit ist. Aber ist sie das wirklich? Oder ist Milch, trotz der vielen Werbung, eigentlich ungesund? Werfen wir mal einen Blick auf die Faktenlage.

#1 Milchprodukte enthalten hohe Mengen an Pestiziden

Obwohl ein Großteil der Organochlorverbindungen von Pestiziden in Deutschland mittlerweile verboten ist, sind dennoch viele Böden nach wie vor mit Rückständen belastet. Die Exposition gegenüber chlororganischen Pestiziden (OCP) ist ein weiteres Problem im Zusammenhang mit Milchprodukten. Während die Verunreinigung durch Pestizide, Wasser und landwirtschaftliche Flächen im Allgemeinen betrifft, sind Milchprodukte besonders betroffen, was zum Teil auf den hohen Fettgehalt der Milch zurückzuführen ist, da Pestizide gut fettlöslich sind.

Selbst Pestizide, die seit langem verboten sind, tauchen immer noch auf, wenn Milchprodukte getestet werden. Einige Pestizide bleiben in der Umwelt bestehen und können sich leichter in tierischen Lebensmitteln, einschließlich Milchprodukten, ansammeln.

#2 Milch und Antibiotika

Der weltweit größte Einsatz von Antibiotika erfolgt bei Nutztieren. Ein Großteil davon dient nicht-therapeutischen Zwecken, wie z.B. der Infektionsprävention, Förderung der Futtereffizienz und des Tierwachstums. Wissenschaftler warnen, dass eine übermäßige landwirtschaftliche Nutzung mit Antibiotika zu einer Antibiotikaresistenz führt und das Antibiotikarückstände in Milch und anderen Milchprodukten trotz Richtlinien und Protokollen weiterhin bestehen bleiben. Es ist schwierig diese Antibiotikarückstände zu verhindern und zu kontrollieren, da Milch von einzelnen Kühen und Betrieben in der Regel zusammengelegt wird.

Die daraus resultierende Aussetzung von Antibiotika kann zu einer Vielzahl von Problemen führen, wie beispielsweise der Entwicklung der Antibiotikaresistenz, über allergische Reaktionen, bis hin zu Nebenwirkungen der Medikamente, denen eine Person ausgesetzt ist.

#3 Hormone in der Milch, auch in Bio-Milch

Eine Folge des Milchkonsums, auch der von Bio-Milch, ist das erhöhte Krebsrisiko. Diverse wissenschaftliche Untersuchungen haben einen direkten Zusammenhang zwischen Milchprodukten und einem erhöhten Krebsrisiko, besonders hormonbedingten Krebsarten, festgestellt.

Milch enthält einen hohen Gehalt an Hormonen, da diese von trächtigen Kühen abstammt. Laut einer Havard Studie, sei das krebserregende Potential von in der Kuhmilch enthaltenen Östrogenen bis zu 100.000 Mal höher als jenes von Pestiziden. Auch Milchprodukte, die als “Bio” oder “ohne Zusatz von Hormonen” gekennzeichnet sind, enthalten in der Regel einen sehr hohen Anteil dieser problematischen Hormone, die von den Kühen auf natürliche Weise produziert werden.

Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern hat der Milchkonsum zu einem deutlichen Anstieg von Sexualhormonen in Blut und Urin geführt. Daten zeigen, dass Männer, die Milch trinken, die Östrogene aus der Milch aufnehmen, was zu einer signifikanten Verringerung des Testosteronspiegels führt. Studien zeigen, dass die frühe sexuelle Reifung bei vorpubertären Kindern durch die “normale Aufnahme von Kuhmilch” verursacht werden kann.

#4 Milch, Kasein und das erhöhte Krebsrisiko

Kasein ist das Hauptprotein in der Milch. Studien haben gezeigt, dass es das Wachstum und die Entwicklung von Krebs fördert. Tatsächlich fanden weitere Studien sogar heraus, dass die Krebsentstehung mehr durch das Kasein in der Milch als durch die Auswirkungen gegenüber dem zugrunde liegenden Karzinogen gesteuert werden könnte.

Wachstumsfaktoren, so wie der Insulinähnlicher Wachstumsfaktor-1 (oder IGF-1), ein Hormon, dass das Zellwachstum in normalen Zellen und Krebszellen fördert, gilt als einer der größten Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs. IGF-1 ist ein säurestabiles Peptid (Produkt des Eiweißabbaus), dass von der Magensäure nicht denaturiert werden kann. Dieses Hormon dient zum schnellen Wachstum von einem Kalb. Bei einem Menschen, besonders bei einem Erwachsenen, müssen keine Wachstumshormone stimuliert werden. Der Verzehr von Kasein aus Milchprodukten führt zu einem höheren Gehalt an diesem krebsfördernden Hormon. Aus diesem Grund ist der Verzehr von Kasein aus Milchprodukten mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung und Vermehrung von Krebs verbunden.

#5 Auch pasteurisierte Milch enthält Mikroorganismen und ist ungesund

Milch und Milchprodukte, selbst Pasteurisierte, werden aufgrund einer Vielzahl von Mikroorganismen zu regelrechten Krankheitserregern. Selbst bei modernen Hygienestandards, wie der Pasteurisierung, Homogenisierung und Ultra-Hocherhitzung, lassen sich immer noch gesundheitsgefährdende Mikroorganismen nachweisen.

Nicht einmal offizielle Lebensmittelbehörden erwarten, dass Milch nach der industriellen Verarbeitung komplett keimfrei und steril ist. Der Verarbeitungsprozess ist so minimal und erfolgt lediglich, um die Menge an Mikroorganismen und Keimen zu reduzieren, nicht aber um komplett zu eliminieren. Daher ist auch die so positiv beworbene pasteurisierte Milch ungesund.

#6 Erhöhtes Risiko für Typ-1 Diabetes und Multiple Sklerose

Das Immunsystem schützt in der Regel vor Mikroben und Schadstoffen. Ist das Immunsystem aber geschwächt, verliert es die Fähigkeit, Schadstoffe von körpereigenen Geweben und Zellen zu unterscheiden und kann stattdessen Angriffe gegen den eigenen Körper starten. Diese Angriffe gegen eigene Zellen können durch die Auswirkung gegenüber Fremdpeptiden (wie der aus der Milch) ausgelöst werden. Milchproteine haben eine gewisse Ähnlichkeit mit körpereigenen Proteinen. Dies kann dazu führen, dass das Immunsystem “verwirrt” wird und Proteine in unserem Körper als “fremd” identifiziert und somit angegriffen und zerstört werden müssen.

Milchkonsum steht im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für mehrere immunspezifische Erkrankungen (von Allergien bis hin zu Autoimmunerkrankungen), von denen viele gesundheitsgefährdend und schwer zu behandeln sind. Besonders häufig zu beobachten sind Erkrankungen wie Typ-1-Diabetes und Multiple Sklerose.

Bei Typ-1-Diabetes, so die Forschung, greift das Immunsystem bestimmte Proteine der Bauchspeicheldrüse an, so dass der Körper kein Insulin mehr produzieren kann. Mehrere Studien haben einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kuhmilch und einem erhöhten Risiko von Typ-1-Diabetes festgestellt. 

Bei Multiple Sklerose (MS) greift das Immunsystem die Isolierschicht des eigenen Nervensystems an, was zu einer Vielzahl von neurologischen Problemen führt. Wie beim Typ-1-Diabetes haben zahlreiche Studien berichtet, dass der Konsum von Kuhmilch ein signifikanter Risikofaktor für die Entwicklung von Multiple Sklerose sein kann.

#7 Milch kann zu Knochenproblemen und Osteoporose führen

Diese Aussage mag überraschend klingen, aber auch die für die Knochen so hochgelobten Milchprodukte scheinen nicht gut für die Knochengesundheit zu sein. Wissenschaftliche Beweise, dass ein hoher Milchkonsum die Knochengesundheit fördert, wurden mittlerweile widerlegt. Etliche von der Milchindustrie unabhängige Studien haben ergeben, dass ein hoher Konsum von Milchprodukten tatsächlich schädlich für die Knochengesundheit sein kann. Tatsächlich gibt es umfangreiche Daten, die eine höhere Milchaufnahme mit einem deutlich erhöhten Risiko für Knochenbrüche verbinden.

Es gibt mehrere Mechanismen für die Knochengesundheit. Dennoch ist es interessant zu beobachten, dass Menschen die viel Milch, und daher viel Kalzium, konsumieren, trotzdem an Osteoporose leiden. Einer dieser Mechanismen ist der hohe Kalziumgehalt von Milchprodukten, der zu einer fehlerhaften Regulation von Vitamin D und damit zur Störung der Knochengesundheit führen kann.

Ein weiterer Grund ist, dass der hohe tierische Proteingehalt der Milchprodukte, auf Grund der schwefelhaltigen Aminosäuren, zu einer Azidose (Übersäuerung des Körpers) führen kann. Das wiederum führt dazu, dass der Körper den erhöhten Säuregehalt zu neutralisieren versucht und basische Mineralien dafür verwendet und ausscheidet, wie unter Anderem das für die Knochen so wichtige Kalzium. All dies kann sich im Laufe der Zeit nachteilig auf die Knochengesundheit auswirken.

Statistiken stellen fest, dass Länder mit einem hohen Milchkonsum auch die höchsten Raten von Hüftfrakturen aufweisen. In Ländern wie Algerien, Japan oder Peru, wo die durchschnittliche tägliche Kalziumzufuhr gering ist, sei die Häufigkeit von Knochenbrüchen im Vergleich zu Ländern mit hohem Milchverzehr recht gering. Glücklicherweise ist Kalzium in pflanzlichen Lebensmitteln reichlich vorhanden, darunter grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte und Samen, oft mit einer höheren Bioverfügbarkeit als das Kalzium in der Milch – natürlich ohne damit verbundenen Gesundheitsprobleme.

Milch ist ungesund – Vorteile einer milchfreien Ernährung

Die genannten Fakten zeigen eindeutlich, warum Milch ungesund ist und welche gesundheitlichen Risiken der Verzehr von Milch haben kann. Eine milchfreie Ernährung kann viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringen. So zeigen unzählige Selbstversuche und Erfahrungsberichte von Menschen, die komplett auf Milch verzichten, dass eine milchfreie Ernährung unterschiedliche Vorteile auf die Gesundheit hat. Schauen wir uns die am häufigst genannten und beobachteten Vorteile an:

  • Weniger Blähungen – Blähungen oder allgemeine Verdauungsbeschwerden aufgrund von Milchprodukten sind häufige Beschwerden. Da in etwa 75 Prozent der Menschen einen gewissen Grad einer Laktoseintoleranz haben, reduzieren sich durch das Vermeiden von Milchprodukten Verdauungsbeschwerden und Blähungen.
  • Bessere Atemwege – Übermäßiger Milchkonsum steht in direkter Verbindung mit erhöhter Schleimproduktion in den Atemwegen und Asthma. Eine dauerhafte milchfreie Ernährung reduziert Symptome von Atemwegserkrankungen. Betroffene berichten dabei von schneller Besserung ihrer gesundheitlichen Beschwerden.
  • Gesündere Haut – Milch wurde mit der Entstehung von Akne in Verbindung gebracht. Studien zeigen, dass Milch anabole Steroide sowie Wachstumshormone enthält, die die Wahrscheinlichkeit von Milch als Stimulans bei Akne erhöhen, da die Talgproduktion erhöht wird. Durch das Vermeiden von Milch, werden von Millionen von Betroffenen positive Erfahrungen vermeldet.
  • Reduziert oxidativen Stress – Studien zeigen, dass ein zu hoher Milchkonsum, aufgrund der enthaltenen D-Galactose in Milch, zu oxidativem Stress führt und Entzündungen begünstigt. So kann oxidativer Stress zu chronischen Entzündungen und verringerter Immunität führen und dadurch chronische Krankheiten begünstigen.

Fazit

Nach wie vor streiten sich die Geister um die Frage: „Ist Milch ungesund?“. Dennoch zeigen sowohl diverse Forschungen, als auch unzählige Erfahrungsberichte, dass eine milchfreie Ernährung viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringt und die Frage, ob Milch ungesund sei, eindeutig geklärt werden könne.

Jede Säugetierart produziert Milch für ihre eigenen Babys. Der Nährstoffgehalt der Proteine, Fette, Kohlenhydrate und Mineralien ist speziell auf eine optimale Ernährung für das jeweilige Tier-Baby abgestimmt. Die Milch von jedem Säugetier ist unterschiedlich, und ganz besonders unterscheiden sich diese von der menschlichen Muttermilch. Wenn du also keine Baby Kuh oder Ziege bist, dann macht es Sinn, deinen Milchkonsum zu überdenken. 

Wenn wir darüber nachdenken, sollten die gesundheitlichen Probleme, die mit dem Verzehr von Milch und Milchprodukten anderer Arten verbunden sind, nicht überraschen. Keine andere Spezies konsumiert nach dem Stillen weiterhin (Mutter-)Milch und schon gar nicht von einer anderen Spezies und wie bereits erwähnt, haben wir Menschen dies auch für den größten Teil unserer eigenen Evolutionsgeschichte nicht getan. Glücklicherweise ist es mit der großen Auswahl an pflanzlichen Alternativen (wie Mandel, Kokos oder Hafer) nie einfacher oder bequemer, auf Milchprodukte vollständig zu verzichten.

„Gesundheit ist eine Entscheidung.“


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Ramon

Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungsberater


Quellen:

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Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

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