Bluthochdruck austricksen – ganzheitliche Maßnahmen

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Ich bekomme immer wieder Fragen zu Bluthochdruck gestellt, was man denn dagegen unternehmen kann und ob es ganzheitliche Maßnahmen gibt. Oftmals herrscht viel Verwirrung und letztens erreichte mich eine Rückfrage zu einem Artikel, in dem vor allem der Verzehr von (fettarmen) Milchprodukten gegen Bluthochdruck und besonders gegen Herzinfarkt-Risiko hervorgehoben wurde. Ausschlaggebend war eine Studie im Journal „The Lancet“

Ein Großteil der Menschen, insbesondere in Industrienationen, leiden unter Bluthochdruck. Tatsächlich leiden Millionen Menschen, geschätzt sollen es in etwa 40 Prozent weltweit sein, unter Bluthochdruck oder deren Symptome. In den USA leidet jeder Dritte an Bluthochdruck. Laut offiziellen Angaben haben in Deutschland circa 30 Millionen Menschen Bluthochdruck, das ist auch jeder Dritte. Bei den über 70-jährigen sind sogar 3 von 4 Personen betroffen.

Was ist Bluthochdruck überhaupt?

Laut Definition ist Bluthochdruck die umgangssprachliche Beschreibung von einer arteriellen Hypertonie, also einer Erkrankung bei dem der Blutdruck des arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht ist. Hypertonie ist nicht nur ein Problem an sich, sondern führt auch zu anderen gesundheitlichen Beschwerden, wie Schlaganfall, Herzinfarkt, chronische Herzinsuffizienz und Nierenerkrankungen.

Wann hast du das letzte Mal deinen Blutdruck messen lassen? Wahrscheinlich beim Arzt und das ist bestimmt auch schon eine längere Zeit her. Die Arzthelferin nennt dann immer zwei Zahlen, wie z.B. 120 zu 80 oder 140 zu 90. Diese Zahlen stehen für den Blutdruck. Die erste Zahl ist der systolische Druck, also der Blutdruck der auf den Arterien lastet wenn das Herz pumpt. Der zweite Wert ist der diastolische Druck, der Blutdruck der auf den Arterien lastet wenn das Herz zwischen den Schlägen pausiert. Von offizieller Seite wird der Normalwert bei 120 zu 80 oder niedriger angegeben.

Gefahren bei erhöhtem Blutdruck

Bluthochdruck gilt in der westlichen Welt als Volkskrankheit. Nicht umsonst zählt er zu den größten Todesrisikofaktoren weltweit, da er das Risiko der häufigsten Todesursachen erhöhen kann, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ein erhöhter Blutdruck belastet nicht nur das Herz, sondern kann unter Anderem die Kapillaren (kleinste Blutgefäße) beschädigen, besonders im Bereich der Augen und Nieren. Weitere Erkrankungen könnten eine Arteriosklerose oder generelle Organschäden sein.

Ursachen für einen zu hohen Blutdruck

Zu wissen, was einen zu hohen Blutdruck auslöst, kann dabei helfen, diese Situation zu verhindern oder sogar umzukehren. Wie bei allen chronischen Krankheiten gibt es eine Ursache und die kann mit mehreren Faktoren zusammenhängen. Ganzheitlich betrachtet, hat Bluthochdruck mit einer insgesamt ungesunden Ernährungs- und Lebensweise zu tun. Übergewicht, Nährstoffmangel, Stress oder mangelnde Bewegung erhöhen die Wahrscheinlichkeit, da wesentlich mehr Druck auf die Arterien ausgeübt wird.

Für Bluthochdruck gibt es eine Reihe von Risikofaktoren. Die gute Nachricht ist, dass sich diese Risikofaktoren gut kontrollieren lassen. Zu den Ursachen gehören:

  • Alter – Das Risiko für hohen Blutdruck steigt mit zunehmendem Alter. Besonders Menschen ab 45 Jahren sind häufiger betroffen. Allerdings liegt es nicht direkt am Alter, sondern einfach an dem längeren Zeitraum ungesunder Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.
  • Übergewicht – Je höher das Körpergewicht, desto mehr Blut wird benötigt, um das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Mit zunehmendem Blutvolumen, das durch die Blutgefäße zirkuliert, steigt auch der Druck auf die Arterienwände.
  • Mangelnde Bewegung – Menschen, die sich nicht ausreichend aktiv und körperliche betätigen, neigen dazu, eine höhere Herzfrequenz zu haben. Je höher die Herzfrequenz, desto härter muss das Herz mit jeder Kontraktion arbeiten und desto stärker lastet der Druck auf den Arterien. Mangelnde körperliche Aktivität erhöht auch das Risiko für Übergewicht, was einige der Gründe dafür ist, dass ein sitzender Lebensstil gefährlich ist.
  • Ungesunde Ernährung – Eine Ernährung reich an stark verarbeiteten Produkten, Zucker, isolierten Kohlenhydraten, Transfetten, Farbstoffen, Konservierungsstoffen und anderen synthetischen Stoffen, enthalten nicht nur keine Nährstoffe, sondern rauben dem Körper wichtige körpereigene Mineralien und Vitamine, und führen darüber hinaus zu Bluthochdruck.
  • ZigarettenRauchen erhöht den Blutdruck. Darüber hinaus schädigen die Gifte in Zigaretten die Blutgefäße, was zu Arteriosklerose führt und den Blutdruck steigen lässt.
  • Alkohol – Ein regelmäßiger Alkoholkonsum kann nicht nur direkt das Herz und weitere Organe schädigen, es kann auch den Blutdruck negativ beeinflussen.
  • Stress – Stress führt zu einem vorübergehenden Anstieg des Blutdrucks. Besonders chronischer Stress sorgt daher für einen dauerhaften Anstieg und die Gefahr für chronischen Bluthochdruck.

Unterm Strich kann Bluthochdruck eine ganze Reihe von Ursachen aufweisen. Ganzheitlich betrachtet kann man Bluthochdruck aber auf einen Nenner reduzieren, eine Übersäuerung. Alle oben genannten Ursachen führen nämlich zu einer Verschiebung vom Säure-Basen-Haushalt in eine säurehaltige Richtung, also zu einer Übersäuerung. Eine zu hohe Säurebelastung, die zur Übersäuerung führt, wirkt sich aus ganzheitlicher Sicht, im ganzen Körper aus, natürlich auch auf das Blut und die Blutgefäße. Durch die regelmäßige Belastung durch Säuren und die Verschiebung des pH-Wertes im Organismus, erhalten die Blutzellen nicht ausreichend wichtige Nährstoffe und verlieren ihre Flexibilität. Dadurch verdickt das Blut und der Blutfluss wird vermindert. Damit dennoch alle Körperbereiche mit Blut versorgt werden können, muss das Herz jetzt deutlich kräftiger pumpen, wodurch sich der Blutdruck entsprechend erhöht.

Kommen wir auf den Punkt

Wie du siehst, kann die Entstehung von Bluthochdruck andere Gründe außer einer ungesunden Ernährungsweise haben. Da sind ganz besonders psychische Probleme und chronischer Stress oben auf der Liste mit dabei. Allerdings zeigen Beobachtungen immer wieder, dass eine gesunde Ernährung maßgeblich an der Reduktion von Bluthochdruck beteiligt ist. Schauen wir doch da einmal genauer hin. Die oben genannte Studie und der entsprechende Artikel heben die Wirkung von fettarmen Milchprodukten hervor. Allerdings zeigen Studien aus den 1980er Jahren, dass eine rein pflanzenbasierte Ernährung den größten Effekt bei Bluthochdruck erzielte.

Kann es vielleicht sein…

Diverse Ernährungskonzepte rücken zwar Obst, Gemüse und fettarme Milchprodukte in den Vordergrund wenn es um das Senken von Bluthochdruck geht. Und bei manchen Ernährungsumstellungen lässt sich auch tatsächlich ein minimaler Erfolg verzeichnen. Jedoch kann es auch einfach nur an dem Verzehr größerer Mengen Obst und Gemüse liegen und nicht an den Milchprodukten. Milch und deren Produkte enthalten hohe Mengen der Aminosäure Methionin, was bei Überschuss im Körper in Homocystein umgewandelt wird. Je größer der Homocysteinspiegel jedoch ist, umso größer ist das Risiko für Arteriosklerose und dadurch auch für Bluthochdruck.

Diverse Studien haben gezeigt, dass eine pflanzliche Ernährungsweise den größten Faktor für ein Sinken des Blutdruckes darstellt. Eine Untersuchung an knapp hunderttausend Kalifornier ergab, dass das Bluthochdruckrisiko mit einer Ernährung basierend auf Obst, Gemüse und Milchprodukten (vegetarisch) um knapp über 50% niedriger war. Die Menschen die komplett pflanzenbasiert (vegan) aßen und auf Milchprodukte verzichteten lagen sogar bei einem 75% verringertem Risiko.

Ganzheitliche Maßnahmen bei Bluthochdruck

Gibt es denn natürliche und ganzheitliche Maßnahmen um Bluthochdruck zu vermeiden oder sogar umzukehren? Ja die gibt es. Es gibt Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, sowie eine Veränderung der aktuellen Lebensweise, die den Blutdruck senken. Die ganzheitlichen Maßnahmen bei Bluthochdruck sind:

  • Nährstoffe aufnehmen – Nährstoffreiche Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium, Kalium, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin K und Antioxidantien fördern nicht nur Heilungsprozesse und bekämpfen freie Radikale, sondern unterstützen aktiv die Blutgefäße, schützen vor Ablagerungen an den Blutgefäßwänden, regulieren somit den Blutdruck und sorgen für eine Umkehrung von Bluthochdruck.
  • Mehr Bewegung – Körperliche Aktivität und mehr Bewegung kann definitiv dabei helfen, ein gesundes Gewicht zu halten und den Blutdruck zu senken. Täglich durchgehende Bewegung von bereits 30 Minuten kann den Blutdruck positiv beeinflussen.
  • Stress reduzieren – Stress schadet der Gesundheit und macht alles andere als glücklich. Ein weiterer Grund um Stress abzubauen ist, den Blutdruck zu reduzieren. Eine gute Möglichkeit Stress zu reduzieren ist das tägliche Meditieren, spezielle Atemübungen oder andere natürliche Entspannungstechniken.
  • Ätherische Öle – Eine weitere natürliche Möglichkeit, den Blutdruck zu senken, ist das Einbeziehen einiger wichtiger ätherischer Öle. Ätherische Öle können nicht nur Stress reduzieren und für Entspannung sorgen, sondern auch den Blutdruck senken, indem sie die Arterien erweitern, als Antioxidantien gegen oxidativen Stress wirken und emotionalen Stress abbauen. Die wirksamsten ätherischen Öle bei Bluthochdruck sind Lavendel, Ylang-Ylang, Salbei und Weihrauch.
  • Giftstoffe vermeiden – Genauso wie Zigaretten oder Alkohol Bluthochdruck verursachen und die Blutgefäße schädigen, so kann das Vermeiden von diesen und weiteren Giftstoffen und das gezielte Ausleiten von Toxinen und Schwermetallen einen positiven Effekt auf einen zu hohen Blutdruck haben.

Meine Empfehlung

 

Fazit – Nicht nur die halbe Miete

Bluthochdruck und die daraus resultierenden Krankheiten können umgekehrt werden. Aber anstatt einfach zu behaupten, fettarme Milchprodukte senken Bluthochdruck, warum nicht das Kind beim Namen nennen und direkt ganzheitliche Maßnahmen und eine pflanzenbasierte Ernährung empfehlen?

Jeder Betroffene mit Bluthochdruck will (hoffentlich) doch alles Mögliche unternehmen, um seine Werte wieder zu normalisieren. Warum also nur maximal 50 Prozent erreichen wollen, wenn bei Bluthochdruck, durch ganzheitliche Maßnahmen, doch deutlich mehr möglich ist? Es muss doch jedem selber überlassen werden, wie er seine Werte in den Griff bekommt. Aber dazu müssen auch immer alle Möglichkeiten offen kommuniziert werden, damit jeder eine Entscheidung treffen kann – Seine eigen Entscheidung. Und bei Bluthochdruck zählen nunmal ganzheitliche Maßnahmen zu den effektivsten Methoden.

„Gesundheit ist eine Entscheidung.“ 


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Ich freue mich dich kennenzulernen,

Ramon

Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungsberater


Quellen:

Dehghan M, 2018 – Association of dairy intake with cardiovascular disease and mortality in 21 countries from five continents (PURE): a prospective cohort study

Sacks FM, 1988 – Low blood pressure in vegetarians: effects of specific foods and nutrients

Fraser GE, 2009 – Vegetarian diets: what do we know of their effects on common chronic diseases?

Fontana L, 2007 – Long-term low-calorie low-protein vegan diet and endurance exercise are associated with low cardiometabolic risk

CDC – High Blood Pressure Fact Sheet

Mayo Clinic – High blood pressure (hypertension)

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About Author

Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

3 Kommentare

  1. Oder vielleicht doch einfach ein erhöhter Cholesterinspiegel, der die Arterien verengt? 😉 deshalb auch das Ergebnis der pflanzlichen Studie: keine Cholesterinaufnahme.. Wenn man dann noch bei seinem Fettgehalt nicht übertreibt, sodass der Körper selbst nicht zu viel Cholesterin produziert, ist alles gut

    • Mediale Gesundheit on

      Aber Cholesterin ist nichts schlechtes und schon gar nicht die Ursache für Erkrankungen, auch nicht für Bluthochdruck. Ein erhöhter Cholesterinspiegel ist nur ein Symptom und in dem Fall eine körpereigene Schutzmaßnahme. Ausserdem ist Cholesterin wichtig. Man sollte aufhören, Cholesterin schlecht zu reden. Hier mal ein Artikel über: Cholesterin

  2. Pingback: Sind Ballaststoffe überbewertet? Experte klärt auf | Mediale Gesundheit

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