Frittiertes Essen verursacht Krankheiten und erhöht das Sterberisiko

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Das Frittieren ist mittlerweile eine sehr beliebte Kochmethode. Frittiertes Essen sehen meist sehr appetitlich aus und findet weitestgehend große Beliebtheit. Das machen sich natürlich Restaurants und Fast-Food-Ketten zunutze und verwenden das Frittieren als schnelle und billige Möglichkeit der Zubereitung von „Speisen“.

Beliebtes frittiertes Essen ist Fleisch, ganz besonders Hühnchen, Fisch, Pommes, Käsesticks und manche Backwaren. Wobei man heutzutage ja fast alles frittieren kann. Viele Menschen mögen den Geschmack von frittiertem Essen. Doch der Organismus mag dies umso weniger. Frittierte Lebensmittel bestehen aus vielen Kalorien und ungesunden Transfettsäuren. Es ist eine Art der Ernährung die nachweislich viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Studien zeigen, dass der regelmäßige Konsum von Frittiertem zu ernsthaften Krankheiten führen kann. Untersuchungen belegen, dass das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes durch den Verzehr von ungesunden und frittierten Fetten deutlich ansteigt.

Schauen wir uns die Sachlage mal genauer an und werfen einen Blick auf die gesundheitlichen Auswirkungen von frittierten Lebensmitteln.

Frittiertes Essen ist kalorienreich

Im Vergleich zu anderen Kochmethoden fügt das Frittieren viele Kalorien hinzu. Zum einen werden frittierte Lebensmittel normalerweise mit Teig oder Mehl überzogen. Zum anderen verlieren Lebensmittel, die in Öl gebraten oder gebacken werden, Wasser und nehmen zusätzlich Fett auf, was den Kaloriengehalt weiter erhöht.

Im Allgemeinen sind frittierte Speisen deutlich fett- und kalorienreicher als die gleiche nicht-frittierte Speise. Eine normale 100 Gramm Ofenkartoffel enthält circa 93 Kalorien und 0 Gramm Fett, während eine 100 Gramm Portion Pommes um die 319 Kalorien und 17 Gramm Fett enthält.

Frittiertes und die Transfettsäuren

Frittiertes Essen ist reich an Transfettsäuren. In vielen „modernen“ Speisen finden sich Transfette. Die meisten in frittierten Lebensmitteln wie Chicken-Nuggets, Chicken-Wings, frittierter Fisch, Fischstäbchen, Pommes, Blätterteig, Croissants, Berliner, aber auch in Wurstprodukten, Saucen, ja selbst in herkömmlichen Müsliriegeln sind Transfette enthalten.

Transfette entstehen, wenn ungesättigte Fette einem Prozess unterzogen werden, der als Hydrierung bezeichnet wird. Dabei wird die natürlich chemische Struktur eines ungesättigten Fettes (CIS-Form) insoweit verändert, dass der menschliche Organismus dieses neu entstandene Transfett nicht mehr richtig nutzen und nicht richtig abbauen kann, sodass es, auf Dauer, zu gesundheitlichen Problemen kommt.

Transfettsäuren in den genannten Nahrungsmitteln entstehen bei der starken Verarbeitung von Fetten, also bei der Härtung, der starken Erhitzung und durch Oxidation durch Sauerstoff und Licht. Allerdings sind Transfettsäuren, zu circa drei bis sechs Prozent, auch in tierischen Produkten (Milch- und Fleischprodukte) enthalten.

Da frittiertes Essen bei extrem hohen Temperaturen gekocht, gebraten oder gebacken wird, enthält es immer Transfette. Darüber hinaus werden frittierte Lebensmittel oft in verarbeiteten Pflanzen- oder Samenölen gekocht, die bereits vor dem Erhitzen von Natur aus Transfette enthalten können. Eine US-Studie über Soja- und Raps-Öle ergab, dass 0,6 bis 4,2% ihres Fettsäuregehalts Transfette waren. Wenn diese Öle nun auf eine hohe Temperatur erhitzt werden, wie beispielsweise beim Frittieren, erhöht sich der Transfettgehalt.

Transfette sind nachweislich mit einem erhöhten Risiko für viele Krankheiten verbunden, darunter Herzkrankheiten, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.

Frittiertes Essen erhöht das Krankheitsrisiko

Diverse Studien haben einen direkten Zusammenhang zwischen dem Konsum von frittiertem Essen und chronischen Krankheiten gefunden. Der regelmäßige Verzehr von Frittiertem steht mit einem hohen Risiko für Typ-2-Diabetes, Fettleibigkeit (beides bereits bei Kindern) und Herzerkrankungen in Verbindung.

Herzkrankheiten

Das Essen von frittierten Lebensmitteln führt zu hohem Blutdruck, einem niedrigen HDL-Cholesterinspiegel (gutes Cholesterin), zu Arteriosklerose und zu Fettleibigkeit, alles Risikofaktoren für ernsthafte Herzerkrankungen.

Forschungen fanden heraus, dass der Verzehr von mehr als einer Portion frittiertem Fisch pro Woche, ein 48% höheres Risiko für eine Herzinsuffizienz hatte. Eine weitere Untersuchung ergab, dass ein regelmäßiger Verzehr von Frittiertem mit einem signifikant höheren Risiko für Herzinfarkt verbunden war.

Diabetes

Mittlerweile gibt es viele Studien die eindeutig belegen, dass eine fetthaltige Ernährungsweise und frittiertes Essen in direktem Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes stehen.

Menschen, die mindestens zwei Mal pro Woche Fast-Food oder Fertignahrung essen, entwickeln doppelt so häufig eine Insulinresistenz, so eine Studie. Die Forscher fanden ausserdem heraus, dass diejenigen die mindestens 4-6 Portionen Frittiertes pro Woche konsumierten, bis zu 39% wahrscheinlicher an Diabetes erkrankten.

Fettleibigkeit

Frittierte Speisen enthalten viel mehr Kalorien als ihre nicht frittierten Pendants, sodass der regelmäßige Verzehr die Kalorienzufuhr deutlich erhöhen kann. Ein Phänomen, was gerade heutzutage bei einem hohen Konsum von frittierten Lebensmitteln und Übergewicht zu beobachten ist.

Darüber hinaus spielen Transfette aus frittierten Speisen eine wichtige Rolle bei der Gewichtszunahme, da die Transfette körpereigene Hormone beeinflussen können, die den Appetit und die Fettspeicherung regulieren.

Frittiertes Essen und ein höheres Sterberisiko

Viele Untersuchungen zeigen bereits eine direkte Verbindung zwischen ungesunden Transfetten und gesundheitlichen Problemen. Eine neue Studie warnt nun eindringlich davor, dass der regelmäßige Verzehr von frittierten Lebensmitteln das Todesrisiko erhöhen kann. Die Forschung ergab, dass bereits der tägliche Verzehr einer kleinen Menge Frittiertem mit einem 8 Prozent höherem Todesrisiko in Verbindung steht. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bereits eine kleine Portion von frittiertem Hühnchen pro Tag zu einem 13 Prozent höherem Sterberisiko führte.

Die Studienautoren kamen zu folgendem Schluss: „…,dass die Verringerung des Konsums von gebratenen Lebensmitteln, insbesondere von frittiertem Huhn und frittiertem Fisch/Schalenfisch, kann klinisch bedeutsame Auswirkungen auf das gesamte Spektrum der öffentlichen Gesundheit haben.“

Acrylamid – eine gefährliche Substanz

Acrylamid ist ein giftiger Stoff, der sich in Lebensmitteln bei hohen Temperaturen, wie beispielsweise durch das Frittieren, Braten, Grillen oder Backen, bilden kann. Acrylamid entsteht durch eine chemische Reaktion zwischen Zucker und einer Aminosäure namens Asparagin. Stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffelprodukte (Bratkartoffeln) und konventionelle Backwaren weisen typischerweise höhere Konzentrationen von Acrylamid auf. Neben Kartoffelprodukten (Pommes, Chips, Kroketten) und Backwaren ist ein erhöhter Acrylamidgehalt in folgenden Lebensmittel zu finden: Kekse, Kräcker, konventionelles Toastbrot, geröstete Frühstücks-Cerealien und Kaffee.

Offizielle Stellen, wie beispielsweise die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) oder Verbraucherzentralen, bestätigen, dass Acrylamid in Lebensmitteln das Krebsrisiko für Verbraucher aller Altersgruppen potenziell erhöht.

Sichere Öle, gesunde Alternativen und welche Öle zu vermeiden sind

Zum Glück gibt es aber auch noch gesunde Alternativen um sicher und bekömmlich zu Braten oder zu Backen. Einige Öle halten höheren Temperaturen viel besser stand als diese, die Transfette oder giftige Stoffe entwickeln. Im Allgemeinen sind Öle aus gesättigten Fettsäuren und einfach ungesättigten Fettsäuren für das Erhitzen am stabilsten.

Zu den gesündesten Varianten gehören: das Kokosöl, Olivenöl und Avocadoöl. Das Kokosöl besteht aus über 90% gesättigten Fettsäuren, was es sehr hitzebeständig macht und seine chemische Struktur nicht verändert. Das Kokosöl ist das ideale Öl zum scharf-anbraten und backen. Oliven- und Avocadoöl bestehen aus einfach ungesättigten Fettsäuren und sind daher relativ stabil für das Erhitzen. Zum lange Braten oder Backen sind diese Öle nicht so gut geeignet wie das Kokosöl, allerdings können sie zum leichten anbraten, erhitzen oder für verfeinern von warmen Speisen verwendet werden.

Zu den Ölen die nicht erhitzt werden sollen, gehören alle Speiseöle die einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten. Diese sind sehr instabil und entwickeln unter Hitze den Stoff Acrylamid. Zu diesen Ölen gehören beispielsweise das Rapsöl, Sojaöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl und Traubenkernöl. Einige dieser Öle werden zum Teil so stark verarbeitet, dass diese bereits nicht erhitzt einen erhöhten Transfettgehalt aufweisen. Da diese Öle ziemlich billig sind, werden sie von den meisten Restaurant und Fast-Food-Ketten benutzt. Ein komplettes vermeiden dieser Öle wäre von großem Vorteil für die Gesundheit.

Fazit

Der Konsum von frittierten Lebensmitteln oder Transfetten hat definitiv negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Der regelmäßige Verzehr von Frittiertem führt zu einem erhöhten Risiko für Krankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen und Fettleibigkeit.

Daher ist es am Besten, konventionell gebratene Produkte und frittiertes Essen zu reduzieren oder besser noch, ganz zu vermeiden. Glücklicherweise gibt es viele gesunde Alternativen und gesündere Fette, die stattdessen verwendet werden können.


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Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungsberater


Quellen:

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Verbraucherzentrale, 2018 – Acrylamid: Problematischer Stoff in Lebensmitteln

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Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

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