Das Wachstumshormon IGF-1 und Krebs: Warum pflanzliches Eiweiß besser ist

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In Deutschland erkranken mehr als doppelt so viele Menschen an Krebs wie noch vor 30 Jahren, Tendenz steigend. Statistiken zufolge sind im Jahr 2013 knapp 500.000 Menschen an Krebs erkrankt. Im Jahr 2015 sollen über 230.000 an den Folgen von Krebs gestorben sein. Dennoch gibt es, neben den vielen schulmedizinischen Behandlungsmethoden, gute Strategien aus der Naturheilkunde die bereits erfolgreich bei und gegen Krebs geholfen haben. Neben den vielen Ratschlägen und Behandlungen, bei bereits diagnostiziertem Krebs, sollte eine größere Aufmerksamkeit auf die Prävention gelegt werden. Wie aber stehen das Wachstumshormon IGF-1 und Krebs in Verbindung und wie kann man das Krebsrisiko reduzieren?

Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass das Risiko Krebs zu entwickeln, durch Vermeiden von einigen bekannten Stoffen, deutlich reduziert werden kann. Auch bereits diagnostizierte Patienten könnten mit diesem Wissen das Voranschreiten reduzieren und möglicherweise rückgängig machen. Das alles hat mit dem krebsfördernden Wachstumshormon IGF-1 (insulin-like growth factor 1) zu tun. Schauen wir uns dieses Wachstumshormon und verschiedene Studien mal etwas genauer an und klären, ob IGF-1 Krebs verursachen kann.

IGF-1 und das Krebswachstum

IGF-1 steht für “Insulin-like growth factor“, oder übersetzt “Insulinähnliche Wachstumsfaktoren“. IGF-1 ist ein Wachstumshormon der dem Insulin sehr ähnlich ist und hauptsächlich in der Leber gebildet wird. Es ist in fast allen Geweben und Zelltypen nachweisbar.

Dieses Wachstumshormon spielt eine große Rolle beim Regulieren des Gewebe- und Zellwachstums, also bei der Wachstumsphase eines Menschen. Bei Kindern ist der IGF-1-Wert logischerweise erhöht, um ihre Entwicklung und ihr Wachstum zu fördern. Bei Erwachsenen sollte im Normalfall der Wert wieder sinken.

Im menschlichen Körper wird ununterbrochen kommuniziert. Das geschieht beispielsweise über das Nervensystem oder durch spezielle Botenstoffe die zwischen den verschiedenen Zellen Informationen und Anweisungen austauschen, sogenannte Hormone. Unter anderem gehört dazu das IGF-1.

Seine wachstumsfördernde Wirkung ist sehr wichtig für die Entwicklung eines Menschen, kann aber im Erwachsenenalter zu einem großen Problem werden. Diese Wachstumshormone stimulieren auch bei ausgewachsenen Menschen das Zellwachstum. Allerdings braucht ein ausgewachsener Mensch nicht mehr wachsen und es muss auch nichts stimuliert werden. Das Einzige, was demnach stimuliert und wachsen kann, sind Tumore und Krebszellen.

IGF-1 Aufnahme durch tierische Proteine

Diese Wachstumshormone werden durch den Konsum tierischer Proteine aufgenommen und im Körper von der Leber angeregt. Eine Studie der University of Southern California, unter der Leitung von Dr. V. Longo, bestätigt, dass Eiweiß in großen Mengen schädlich ist, da Eiweiß zur Ausschüttung von IGF-1 führt und dadurch das Wachstum von Krebszellen fördert. Die Studie beschreibt den Verzehr von tierischen Proteinen wie folgt: „…bei diesen Menschen ist die Krebssterblichkeit vier Mal so hoch, das ist vergleichbar mit dem Einfluss des Rauchens. Und die Gesamtsterblichkeit war um 75 Prozent erhöht.“

Wenn man sich das Beispiel von Milchprodukten anschaut, zeigen Statistiken, dass Menschen in Ländern in denen der Milch- und Käsekonsum erhöht ist (USA, Deutschland oder Dänemark), die höchsten Krebsraten haben, besonders hormonbedingte Krebsarten wie Brust-, Prostata- oder Hodenkrebs. Länder mit einem geringen Konsum von Milchprodukten (Indien, Algerien oder Bolivien) haben dementsprechend auch die niedrigsten Krebsraten.

Die Milch einer Kuh hat genau die gleiche Aufgabe wie die menschliche Muttermilch. Das Kalb soll möglichst schnell wachsen und mit gesunden artspezifischen Nährstoffen versorgt werden. Ein Baby benötigt Muttermilch. Danach und besonders als Erwachsener, bedarf es garantiert keiner Kuhmilch.

Aber auch andere tierische Proteinquellen, wie Eier oder Muskelfleisch, stimulieren die IGF-1 Produktion. Laut Dr. Greger, einem US-Amerikanischen Mediziner, haben Vegetarier, die zwar auf Fleisch verzichten aber Milch- und Eierprodukte konsumieren, keinen geringeren IGF-1-Wert und daher ein erhöhtes Risiko an einer Krebserkrankung.

Weitere Forschungen fanden heraus, dass Menschen mit einem täglichen oder erhöhten Verzehr von tierischen Proteinen 4-mal häufiger an Krebs oder Diabetes verstarben. Verantwortlich für den Krebs war auch in dieser Studie das Wachstumshormon IGF-1.

Pflanzliches Eiweiß kann das Krebsrisiko senken

Sollst du nun etwa auf Eiweiß verzichten? Nein, ganz und gar nicht. Allerdings solltest du deine Proteinquelle überdenken. Die Forscher fanden heraus, dass eine tägliche Proteinaufnahme von circa einem Gramm pro Kilogramm Körpergewicht ausreicht. Ausserdem wurde herausgefunden, dass nicht nur die Menge entscheidend ist, sondern vielmehr die Qualität der aufgenommenen Eiweiße eine Rolle bei der Entstehung von IGF-1 spielt.

Ergebnisse anderer Studien zeigen, dass eine pflanzliche Ernährung den IGF-1-Wert und das Krebsrisiko senken kann. Die Forscher empfehlen eine rein vegane Ernährungsweise und das Vermeiden jeglicher tierischer Proteine wie beispielsweise Milchprodukte. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen die eine vegane Ernährungsweise praktizieren, signifikant niedrigere IGF-1-Werte aufwiesen.

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Dr. Greger beschreibt in seinem Buch „How not to die“, dass der Verzicht von tierischen Proteinen, bereits nach wenigen Tagen den IGF-1-Wert um 20% reduzieren kann. Er schreibt, dass nur Männer und Frauen die sich pflanzenbasiert ernähren und auf tierische Proteine verzichten, in der Lage sind den Wert des krebsfördernden Hormons zu senken.

Was sagt die Forschung

Bekannt ist, dass das IGF-1 als eines der Schlüsselfaktoren beim Wachstum von Krebs ausgemacht wurde. Diverse Fachzeitschriften zitierten Forscher wie folgt:

  • Tumor Biology: „Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste Ursache für krebsbedingte Todesfälle bei Frauen weltweit. Der IGF-1-Rezeptor ist an der Regulation von Zellwachstum und Zellstoffwechsel beteiligt.“
  • Journal of the National Institutes of Health: „IGF-1 ist entscheidend am anomalen Wachstum der menschlichen Brustkrebszellen beteiligt.“ 
  • Experimental Cell Research Journal: „IGF-1 verursacht einen 10-fachen Anstieg der RNA-Konzentration bei Krebszellen.“
  • Science Magazine: „IGF-1 beschleunigt das Wachstum von Krebszellen.“

Fazit

Milchprodukte, Eier und Fleisch enthalten viele Eiweiße und krebsfördernde Wachstumshormone. Studien bestätigen die Verbindung zwischen dem Konsum von tierischen Proteinen und einem erhöhtem Krebsrisiko. Auch ein direkter Zusammenhang zwischen IGF1 und Krebs lässt sich feststellen.

Bei bereits diagnostiziertem Krebs kann eine Vermeidung von tierischen Proteinen und eine Umstellung auf eine pflanzenbasierte Ernährungsweise helfen. Der Vorteil ist, dass diese Ernährung parallel zu deiner bisherigen Behandlungsmethode durchgeführt werden kann. Eine solche Ernährungsumstellung solltest du in dem Fall mit deinem Arzt absprechen und mit ihm zusammen in deine Behandlung einbauen lassen.

Du kannst von einer pflanzlichen Ernährung zusätzlich profitieren, da der krebsfördernde IGF-1-Wert deutlich reduziert werden kann. Dafür solltest du dich aber über eine vegane Ernährungsweise informieren. Deinen Proteinbedarf aus pflanzlichen Eiweißquellen zu stillen ist wirklich nicht schwer.

„Gesundheit ist eine Entscheidung.“


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Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungsberater


Quellen:

Statista, 2019 – Jährliche Todesfälle aufgrund von Krebs* in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2015

ProVegan, 2019 – Das Wachstumshormon IGF-1 im Zusammenhang mit Krebs und Milchkonsum

Dr. Michael Greger, 2016 – How not to die

Levine ME, 2014 – Low Protein Intake is Associated with a Major Reduction in IGF-1, Cancer, and Overall Mortality in the 65 and Younger but Not Older Population

Allen NE, 2000 – Hormones and diet: low insulin-like growth factor-I but normal bioavailable androgens in vegan men

Michaud DS, 2001 – A prospective study on intake of animal products and risk of prostate cancer.

Yu H, 2000 – Role of the Insulin-Like Growth Factor Family in Cancer Development and Progression

Christopoulos PF, 2015 – The role of the insulin-like growth factor-1 system in breast cancer

Fürstenberger G, 2002 – Insulin-like growth factors and cancer

Chan JM, 1998 – Plasma Insulin-Like Growth Factor-I and Prostate Cancer Risk: A Prospective Study

Hoppe C, 2004 – Animal protein intake, serum insulin-like growth factor I, and growth in healthy 2.5-y-old Danish children

Schooling CM, 2014 – Milk and mortality

Ngo TH, 2002 – Effect of diet and exercise on serum insulin, IGF-I, and IGFBP-1 levels and growth of LNCaP cells in vitro (United States).

Salvioli S, 2009 – Why do centenarians escape or postpone cancer? The role of IGF-1, inflammation and p53.

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About Author

Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

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