Die Wahrheit über Salz: gesund oder ungesund?

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Salz ist ein wichtiger Bestandteil deines Körpers, ohne funktioniert nichts. Fast jedes System im menschlichen Körper braucht in gewissen Mengen die enthaltenen Nährstoffe um zu funktionieren. Aber da dein Körper Salz nicht selber herstellen kann, muss es mit der Nahrung aufgenommen werden. Daher kaufen die meisten Menschen nun industriell hergestellte Produkte, so genanntes Speisesalz. Gehörst du auch dazu?

Doch so wichtig Salz für deine Gesundheit auch sein kann, genauso schädlich kann es werden. Die Menge und Qualität hat einen großen Einfluss. Zu wenig Salz führt zu gesundheitlichen Problemen, genauso wie eine zu hohe Menge zu einem chemischen Ungleichgewicht und zu ernsthaften Erkrankungen führen kann.

Die Wahrheit über Salz – gesund oder ungesund? Was stimmt denn nun? Werfen wir mal einen allgemeinen Blick auf die Menge, die Qualität und auf seine gesundheitlichen Vor- und Nachteile.

Was ist Salz?

Salz ist nichts anderes als Natriumchlorid (NaCl), denn es besteht fast ausschließlich aus den Mineralien Natrium und Chlorid. Ur-Salz oder hochwertiges Salz enthält zusätzlich weitere aber geringe Mengen an anderen Mineralien. Die Kombination aller Mineralien sind essentiell und fungieren im Körper als Elektrolyte. Sie helfen beim Flüssigkeitshaushalt, bei der Nervenübertragung und Muskelfunktion.

Salz ist seit Jahrtausenden als Heilmittel bekannt. Warum fühlen sich viele Menschen so vom Meer (Salzwasser) angezogen? Weil das Unterbewusstsein instinktiv in den ursprünglichen Zustand und den Schwingungen des Ozeans zurückkehren will, aus dem wir einst hervorgegangen sein könnten? So kann man, neben den chemischen und körperlichen Eigenschaften, auch energetische Aspekte dazuzählen.

Der Weg von Salz zu Natriumchlorid

Natürliches Salz, wie Meersalz, Steinsalz oder Kristallsalz sind reine, natürliche Salze und haben viele gesundheitliche Vorteile. Ausserdem besitzen diese natürlichen Produkte noch alle essentiellen Nährstoffe, die ein gesundes chemisches Gleichgewicht fördern. Mit dem Beginn der industriellen Entwicklung wurde das natürliche Salz “chemisch gereinigt” und auf die Kombination von Natrium und Chlorid reduziert. Andere essentielle Mineralien und Spurenelemente wurden als „Verunreinigungen“ entfernt.

Bei herkömmlichen Speisesalz blieb schlussendlich nur noch der Hauptbestandteil übrig: Natriumchlorid. Natriumchlorid ist jedoch einzeln betrachtet, eine unnatürliche und isolierte Substanz, die nichts mit natürlichem Salz zu tun hat. Ähnlich wie bei weißem, raffiniertem Zucker wurde Salz, durch die industrielle Verarbeitung, in weißes Gift umgewandelt. Natriumchlorid ist für sich alleine eine aggressive Substanz, die ein ausgeglichenes Gegenstück benötigt, damit der pH-Wert im Körper immer neutral bleiben kann. Ausserdem sind alle Mineralstoffe und Spurenelemente synergetisch zu betrachten, sodass diese nur im Verbund wirksam und vorteilhaft sein können.

Salzkonsum heute – Menge und Qualität

Es ist bekannt, dass natürliches Salz wichtig für den Organismus ist und mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Doch was den Konsum von Salz in der heutigen Zeit betrifft, so wird die Frage der Menge und Qualität immer problematischer. Salz wird heute in viel zu großen Mengen und in schlechter Qualität konsumiert, da viel davon in vielen “Lebensmitteln” verborgen ist, die täglich gegessen werden. Daher ist es gerade unter diesen Aspekten wichtig, sich über die Wahrheit von Salz zu informieren.

Offiziell wird der tägliche Salzbedarf mit 3 bis maximal 5 Gramm angegeben. Ein Salzgehalt von 2 bis 3 Gramm pro Tag wäre allerdings mehr als ausreichend. Dennoch werden heutzutage durchschnittlich 10 Gramm pro Tag konsumiert, die doppelt bis dreifach so hohe Menge wie maximal empfohlen. Ein zu hoher Salzkonsum ist das Ergebnis der heutigen Ernährungsweise. Fast allen Produkten und verarbeiteten Lebensmitteln, wie beispielsweise Brot, Fertiggerichte, Konserven, Wurst- und Käseprodukte werden große Mengen an schlechtem Salz zugefügt. Auch das Essen „außer Haus“ (Restaurants, Imbiss, etc.) ist mit herkömmlichen Speisesalz versehen.

Neben der Menge, stellt sich auch die Frage nach der Art und Qualität des verzehrten Salzes. Wie bereits erwähnt, verstehen die meisten Menschen unter Salz das klassische Speisesalz, Kochsalz oder weisses Salz aus dem Supermarkt. Das Problem mit diesen Salzen ist, dass sie keineswegs gesund sind. Der Grund dafür ist, dass Kochsalz hauptsächlich aus Natriumchlorid besteht – eine Substanz, von der der Körper allein nur sehr wenig profitiert. Zusätzlich ist dieses Salz sehr stark verarbeitet, was die Qualität wesentlich verschlechtert. In diesem industriellen Verarbeitungsprozess wurden nicht nur wichtige Mineralien entfernt, sondern auch chemische Giftstoffe zugefügt. Diese nachträglich zugeführten Stoffe sind Antiklumpmittel und Rieselhilfen, Aluminiumverbindungen und isolierte und synthetische Spurenelemente wie Fluorid und Jod (synthetisches Jod ist schädlich, natürliches Jod nützlich). Manchen Salzen, besonders jenen, die für Käse-, Wurst- und Fleischprodukte verwendet werden, werden zusätzlich schädliche Nitritverbindungen zugeführt, so genanntes Natriumnitrit.

Gesundheitliche Folgen von schlechtem Salz

Das Ergebnis eines zu hohen Konsums von Speisesalz ist ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes und dadurch die Bildung eines ungünstigen Milieus im Körper. Ist der Gehalt an Natriumchlorid zu hoch, werden viele körpereigene Mineralien benötigt um das Ungleichgewicht wieder auszugleichen. Auf lange Sicht kommt es zu einem Mangel an wichtigen Mineralien, einem dauerhaften Ungleichgewicht im Organismus und einer schleichenden Vergiftung der körpereigenen Systeme.

Diverse Forschungen zeigen, dass ein übermäßiger Konsum von Speisesalz oder Kochsalz, mit einigen typischen Zivilisationskrankheiten in Verbindung gebracht werden können:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen – ein hoher und regelmäßiger Konsum von Salz führt einerseits zur Bindung von Wasser und andererseits zur vermehrten Ausscheidung von Salz. Dadurch wird der Blutdruck erhöht und die Blutgefässe verengen sich. Dies kann zu Herzerkrankungen oder Schlaganfall führen.
  • Gehirn – eine zu hohe Natriumzufuhr steht in Verbindung mit einer Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten. Die enthaltenen Aluminiumverbindungen und das Fluorid in herkömmlichen Speisesalzen können sich auf Dauer im Gehirn anreichern und zu ernsthaften Schäden wie Alzheimer führen.
  • Ödeme – Salz bindet Wasser, beziehungsweise Natrium speichert Wasser. Schwellungen der Knie, Füße und sogar der Hände können durch Ödeme verursacht werden.
  • Osteoporose – Da bei zu hohem Salzkonsum viel Wasser und andere körpereigenen Mineralien benötigt werden, um das überschüssige Salz aus dem Körper über die Nieren zu entfernen, kann es zu einem erhöhten Mineralstoffverlust (Calcium) kommen, wodurch die Entwicklung einer Osteoporose begünstigt werden kann.
  • Nierenprobleme – eine Kombination aus zu hoher Salzaufnahme und hohem Blutdruck kann für die Nieren schädlich sein. Laut einem kürzlich erschienenen Artikel, werden dadurch die Nieren in ihrer Funktion beeinträchtigt und können auf Dauer Schaden nehmen.
  • Krebs – der übermäßige Verzehr von verarbeiteten Produkten ist schädlich für den Magen-Darm-Trakt. Manche im Salz befindlichen Zusatzstoffe können die Bildung von krebserregenden Nitrosaminen verstärken. Daher kann ein zu hoher Kochsalzkonsum eine Mitursache von Magenkrebs sein.

Gesundes Salz

Naturheilkundige sind seit langem davon überzeugt, dass natürliches Salz die Gesundheit verbessern kann. Natrium- und Chloridverbindungen werden im Körper als Elektrolyte gebraucht. Zusätzlich unterstützen sie beim Flüssigkeitshaushalt, bei der Nervenübertragung und Muskelfunktion.

Unbearbeitete und naturbelassene Salze, wie Meersalz, Kristallsalz oder Steinsalz können, dank des natürlichen Erhalt der vielen unterschiedlichen Mineralstoffe und Spurenelemente, für diese gesundheitlichen Vorteile sorgen. Sie werden vom Körper gut aufgenommen und können leicht verstoffwechselt werden. Auch auf energetischer Ebene lassen sich viele Vorteile von qualitativen Salzen feststellen, da sich die enthaltenen Mineralien positiv auf regulierende Prozesse im Organismus auswirken können.

Fazit

Die Wahrheit über Salz ist, dass es sowohl gesund als auch ungesund sein kann, es kommt auf die Qualität an. So wichtig gesundes Salz auch ist, umso erschreckender ist es zu sehen, wie viel ungesundes Salz heute konsumiert wird und was es dir und deiner Gesundheit antun kann. Dennoch ist es wichtig, Salz nicht gänzlich als schlecht zu bezeichnen, denn das trifft bekanntlich nicht auf alle Formen zu.

Salz sollte auch nicht komplett aus deiner Ernährung verbannt werden. Wichtig ist, auf die richtige Menge und noch viel wichtiger, auf die richtige Qualität zu achten. Meersalz, Steinsalz oder Kristallsalz enthalten einen ausgewogenen Nährstoffgehalt und spielen eine wichtige Rolle bei vielen Körperfunktionen. Während diese guten und natürlichen Salze deiner Gesundheit helfen können, so kann verarbeitetes und verfälschtes Salz das genaue Gegenteil erreichen.

„Gesundheit ist eine Entscheidung.“


Deine persönliche und ganzheitliche Gesundheits- und Ernährungsberatung

Du interessierst dich für eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise und möchtest deine Gesundheit selbst in die Hand nehmen?

Du möchtest dich wohler fühlen und deinen Alltag gesünder und aktiver gestalten?

Du möchtest gesund abnehmen oder einfach deine Ernährung umstellen?

Natürlich möchtest du das. Wer will das nicht?

Dich plagen gesundheitliche Beschwerden? Du bist auf der Suche, begleitend zu deiner aktuellen Behandlung, nach einer alternativen und ganzheitlichen Beratung?

Gerne biete ich dir meine Unterstützung an und begleite dich auf deinem Weg zu mehr Wohlbefinden. Mehr über meine Beratung erfährst du hier: Beratung

Ich freue mich dich kennenzulernen,

Ramon

Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungsberater


Quellen:

BMJ, 2009 – Salt intake, stroke, and cardiovascular disease: meta-analysis of prospective studies

Rush TM, 2017 – Association between Dietary Sodium Intake and Cognitive Function in Older Adults

Christensen S, 2017 – Does Sodium Consumption Affect Aldosterone?

Blood Pressure UK – Salt’s effects on your body

Cogswell ME, 2012 – Sodium and potassium intakes among US adults: NHANES 2003-2008.

Weinberger MH, 1996 – Salt sensitivity of blood pressure in humans.

He FJ, 2013 – Effect of longer term modest salt reduction on blood pressure: Cochrane systematic review and meta-analysis of randomised trials.

D’Elia L, 2014 – Dietary salt intake and risk of gastric cancer.

Kim J, 2010 – Gastric cancer and salt preference: a population-based cohort study in Korea.

Universitätsklinikum Heidelberg, 2007 – Warum zu viel Salz den Blutdruck erhöht

MacGregor G, 2002 – Commentary: Salt, blood pressure and health

Harrington M, 2004 – The effect of a high-protein, high-sodium diet on calcium and bone metabolism in postmenopausal women and its interaction with vitamin D receptor genotype.

Scanlan RA, 1983 – Formation and occurrence of nitrosamines in food.

Domingo JL, 2006 – Aluminum and other metals in Alzheimer’s disease: a review of potential therapy with chelating agents.

Share.

About Author

Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

1 Kommentar

  1. Pingback: Buchweizen Brötchen | vegan | glutenfrei - Mediale Gesundheit

Leave A Reply