Epstein-Barr-Virus: über 90% der Menschheit ist mit diesem Virus infiziert (Teil 1)

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Ein Virus das über 90% der Menschen in sich tragen und was ziemlich unbekannt ist? Das gibt es tatsächlich. Hast du schon einmal vom Epstein-Barr-Virus (EBV) gehört? Mit großer Wahrscheinlichkeit gehörst auch du zu den Infizierten.

Das Epstein-Barr-Virus ist für viele unerklärlichen Erkrankungen verantwortlich. Es führt zu „mysteriösen“ Symptomen wie Schwindel, chronischer Erschöpfung und Schmerzen. EBV ist der Auslöser für Pfeiffersches Drüsenfieber, Fibromyalgie, chronisches Müdigkeitssyndrom und Schilddrüsenerkrankungen.

Was ist das Epstein-Barr-Virus?

Das Epstein-Barr-Virus, abgekürzt EBV, wird medizinisch auch infektiöse Mononukleose genannt und gehört zur Gruppe der humanen Herpesviren Typ 4 (HHV-4).

Dieses Virus, von dem es schätzungsweise 60 verschiedene Unterarten gibt, ist bis heute wenig erforscht. 1964 wurde das Virus von den gleichnamigen Medizinern Epstein und Barr entdeckt.

Auch wenn über 90% der Weltbevölkerung mit EBV infiziert sind, so weisen viele Menschen eine nicht-aggressive Variante des Virus auf. Sie leben also infiziert mit dem Virus, zeigen aber keine Symptome oder Erkrankungen. Dennoch hat sich das Virus in den letzten 50 Jahren weiter entwickelt, während die Forschung dieses Virus nicht wirklich erforscht hat.

Was macht es so speziell?

Interessant ist die Tatsache, dass der größte Teil der Weltbevölkerung davon betroffen ist. Auch wenn das Virus in den meisten Fällen (noch) inaktiv ist, wartet es nur auf eine passende Gelegenheit um zuschlagen zu können. Wenn es ausbricht, meist im Alter von Anfang 20 bis Mitte 30, sind die Symptome so unspezifisch, dass es meistens falsch diagnostiziert wird.

Man infiziert sich unbemerkt mit dem Epstein-Barr-Virus, merkt jahrelang nichts von dieser mysteriösen Krankheit. Und dennoch, bei der passenden Gelegenheit, wie beispielsweise einem geschwächten Immunsystem oder übermäßigem Stress, bricht es aus.

Ausserdem kommt erschwerend hinzu, dass es keine wirkliche Behandlung gegen EBV gibt, keine Medikamente und auch keine Impfung. Die meisten Mediziner sehen keine Verbindung zu anderen Krankheiten, noch wissen sie überhaupt irgendwas über das Virus.

Wie überträgt sich EBV?

Laut dem Experten für das Epstein-Barr-Virus, Anthony William, war EBV jahrzehntelang ein harmloses Virus. Erst im Laufe der Industrialisierung, die viele schädliche Giftstoffe in unsere Umwelt gebracht hat, wurde das Virus immer aggressiver. Der Virus ernährt sich laut William unter anderem von Schwermetallen, die über die Nahrung und Luft in unseren Körper gelangen. 

Die Übertragung geschieht auf unterschiedliche Weise. EBV wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, daher wird es oftmals auch als „Kusskrankheit“ bezeichnet. Es gelangt durchs Küssen oder Niesen, durch infiziertes Blut bei Blutproben, verunreinigtes Wasser oder durch sexuellen Kontakt in den Körper. Auch während der Schwangerschaft kann das Virus auf das Ungeborene übertragen werden.

EBV: die 4 Phasen und seine Symptome

Laut Anthony William gibt es vier Phasen von EBV. Erst wenn das Virus eine Schwachstelle im Körper ausmacht, wie z.B. ein chronisch geschwächtes Immunsystem, schlägt es zu.

Die vier Phasen beschreiben den Krankheitsverlauf von EBV und wie es zu chronisch-entzündlichen Erkrankungen kommt.

Phase 1

Die erste Phase ist die Infektionsphase. Diese tritt meistens im Kindesalter auf, aber auch in der frühesten Erwachsenenzeit. In dieser Phase ist das Virus noch inaktiv und zirkuliert durch den Körper ohne negative Folgen. Es wartet auf eine Gelegenheit zuzuschlagen.

Die Phase kann Monate, ja sogar Jahrelang andauern, EBV ist geduldig. Mineralstoffmängel, starke physische und psychische Belastungen oder persönliche Schockmomente führen zu einem Ausbruch des Virus und zu Phase 2.

Phase 2

Das Virus breitet sich aus und macht sich zum ersten Mal bemerkbar. Diese Phase ist als Pfeiffersches Drüsenfieber bekannt und ist die ansteckendste aller Phasen. Betroffene sollten den Kontakt mit anderen Menschen daher über diesen Zeitraum vermeiden, was leider nicht häufig vorkommt und daher für die so extrem hohe Übertragungsrate verantwortlich ist.

Erst in Phase 2 kommt es zu einer Immunreaktion des Körpers, indem er Antikörper gegen das Virus bildet. Da das Virus aber relativ schlau ist, ergreift es Maßnahmen um dem Immunsystem zu entwischen. Es begünstigt die Infektion mit dem Bakterium Streptococcus (Streptokokken), sodass das Immunsystem auch hier tätig werden muss und abgelenkt wird. Häufige Erkrankungen sind Blasen- oder Mandelentzündungen.

Gleichzeit befällt das Epstein-Barr-Virus lymphatische Organe wie die Lymphknoten und besonders Leber und Milz. EBV bevorzugt diese Organe, da sie eine entgiftende Aufgabe im Körper innehaben und sich dort vermehrt Schwermetalle wie Quecksilber oder Toxine anreichern, Nahrung für das Virus.

Phase 3

In der dritten Phase sind Antikörper im Blut nachweisbar und es kommt oftmals zu der Diagnose Pfeiffersches Drüsenfieber. Einen Zusammenhang mit EBV gibt es nicht, da das Virus bereits an Leber und Milz haftet und nicht nachweisbar ist.

Ist das Pfeiffersche Drüsenfieber überwunden, kehrt das Immunsystem in seinen Normalzustand zurück und man fühlt sich gesund. Dennoch bleibt das Virus im Körper, meist jahrelang und unbemerkt, und wartet auf einen erneuten Ausbruch.

Zwischen Phase 3 und Phase 4

Gegen Ende der dritten Phase wird das Virus wieder aktiv. Meist Jahrzehnte später. In den meisten Fällen sind es auch hier ein geschwächtes Immunsystem oder Stresshormone, die dafür verantwortlich sind.

In dieser Phase befällt EBV nun auch andere Organe und deren Zellen, in dem es Neurotoxine freisetzt. Das führt zu einer Immunreaktion, was wiederum Lysozyme im Organismus aktiviert. Lysozyme sind Enzyme, die andere Zellbestandteile auflösen. EBV nutzt das aus und breitet sich im gesamten Körper aus.

EBV verursacht in dieser Phase eine große Anzahl an chronischen Krankheiten, die derzeit von der Schulmedizin leider nicht mit EBV in Verbindung gebracht werden. Symptome wie Schwindel, Haarausfall, Depression, Hitzewallung, Hautprobleme oder Müdigkeit werden häufig falsch gedeutet. 

Zu den chronischen Krankheiten gehören unter anderem:

  • chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Fibromyalgie 
  • Tinnitus
  • Hypothyreose / Schilddrüsenunterfunktion
  • Hashimoto Thyreoiditis / Schilddrüsenentzündung

Phase 4

In der letzten Phase hat EBV als Ziel, das zentrale Nervensystem zu erreichen. Nach diversen Erkrankungen, der „Kontrolle“ über die Schilddrüse und der Schwächung des Immunsystems, nutzt das Virus diesen Moment und bahnt sich seinen Weg ins Zentralnervensystem.

Dort angekommen, haftet sich EBV an die Nervenzellen, sorgt für Entzündungen und löst somit seltsame Symptome aus, wie beispielsweise Schwächeanfälle, unspezifische Schmerzen, Herzrasen oder Nervenschmerzen.

Meine Empfehlung

Fazit

Das Epstein-Barr-Virus ist eine ernstzunehmende Sache, besonders weil es unbemerkt in einem Großteil der Weltbevölkerung schlummert. Ein Großteil der „Autoimmunerkrankungen“ oder chronisch-entzündlichen Krankheiten können wohlmöglich auf das Epstein-Barr-Virus zurück geführt werden.

Da das Virus auch 50 Jahre nach seiner Entdeckung noch kaum Beachtung gefunden hat und es keine schulmedizinische Therapie gibt, sucht man meistens vergebens nach Behandlungsmöglichkeiten. Wichtig ist, die Verbindung zwischen Symptomen, Erkrankungen und dem Virus herzustellen.

Der folgende Teil dieser zweiteiligen Artikelreihe geht auf die unterstützenden Maßnahmen bei EBV ein, denn das Virus lässt sich, auch wenn bisher nicht komplett heilbar, einigermaßen gut in den Griff bekommen.


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Ramon

Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungsberater


Quellen:

Anthony William, arkana Verlag, 2015 – Mediale Medizin

Deutsches Krebsforschungszentrum, 2013 – Schwarze Schafe unter guten Bekannten: Warum Epstein-Barr-Virus-Infektionen manchmal Krebs auslösen

Auerswald M, 2018 – Alles zum Epstein-Barr-Virus (EBV) und warum 98% der Menschheit infiziert ist

Taylor GS, 2015 – The immunology of Epstein-Barr virus-induced disease.

Janegova A, 2015 – The role of Epstein-Barr virus infection in the development of autoimmune thyroid diseases.

Smeltzer JP, 2014 – Epstein-Barr Virus Infection in an Elderly Nonimmunocompromised Adult Successfully Treated with Rituximab

Niedobitek G, 2001 – Epstein-Barr virus infection and human malignancies

Dr. Carnahan J, 2018 – The Sleeping Giant – Tips to Treat Reactivation of Epstein-Barr Virus

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Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

5 Kommentare

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