Rauchen und die Zeit danach

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Raucher aufgepasst! Mit dem Rauchen aufhören fällt bekanntlich nicht leicht. Tabak ist eine Droge und hat ein starkes Suchtpotential. Ausserdem haben langfristige Raucher meist auch keine große Lust, Jahrzehnte zu warten bis sich gesundheitliche Vorteile bemerkbar machen und rauchen daher einfach weiter. Der Wille ist dann doch zu schwach.

Dabei zeigen sich die gesundheitlichen Vorteile schon wesentlich schneller. Die Organe nehmen dir bereits eine einzige Zigarette übel. Selbst Gelegenheitsraucher haben ein erhöhtes Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Aber unser Körper will gesund sein und hat die außergewöhnliche Fähigkeit sich selber schnellstmöglich zu regenerieren. Grund genug, mit dem Rauchen schnellstmöglich aufzuhören.

Schauen wir uns einmal an was die Tage und Wochen nach dem Aufhören vom Rauchen im Körper passiert.

Giftige Wirkung

Zuallererst ist es wichtig, die giftige Wirkung zu verstehen, die Tabak, Tabakrauch und die enthaltenen Chemikalien auf unsere Gesundheit haben. Die enthaltenen Giftstoffe schwächen das Immunsystem und machen den Körper daher anfälliger für Krankheiten. Ausserdem werden seine Abwehrfähigkeiten soweit eingeschränkt, dass gefährliche Stoffe nicht mehr eliminiert werden und auch Krebszellen nicht bekämpft werden können.

Alleine im Tabakrauch sollen sich um die 300 Schadstoffe befinden. Toxine auf die unser Körper, und ganz besonders unsere Lungen und Bronchien, nicht eingestellt sind. Studien zeigen, dass alleine der Tabakrauch die Zell-DNA beschädigen kann und sich dadurch das Risiko an Krebs zu erkranken drastisch erhöht.

Risikofaktor Rauchen

Der größte Risikofaktor für Krankheiten und Tod ist, neben einer ungesunden Ernährungsweise, das Rauchen.

Lungenerkrankungen wie Lungenkrebs und „Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen“ (COPD) liegen laut Statistischem Bundesamt, nach koronaren Herzerkrankungen, auf Platz 2 der häufigsten Todesfälle Deutschlands. Diese Lungenerkrankungen treten zu 90% aller Fälle bei Rauchern in Erscheinung und umfassen anfängliche Erkrankungen wie Lungenemphyseme oder chronische Bronchitis. Sie zeigen Symptome wie starker Husten, Auswurf und Atemnot mit Enge im Brustraum, alles Symptome die umgangssprachlich auch „Raucherhusten“ genannt werden.

Neben den typischen Raucherkrankheiten und dem hohen Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, erhöht sich zusätzlich das Risiko um über 50% an anderen Krebsarten zu erkranken, wie z.B. Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Nierenkrebs. Laut Statistik kostet das Rauchen einem Menschen in etwa um die 10 Jahre seines Lebens.

Was ist mit Passivrauchen?

Wie du jetzt weißt, befinden sich hunderte verschiedener Giftstoffe alleine im Tabakrauch. Alleine durch das Passivrauchen erhöht sich die Gefahr für Nicht-Raucher um 30% an Lungenkrebs zu erkranken.

Ein noch größeres Risiko ergibt sich aber an Nierenkrebs zu erkranken. Nierenkrebs und Passivrauchen, wie geht das denn? Nehmen wir mal den Spruch „drinnen Rauchen gefährdet Andere“. Klingt logisch, schließlich atmet man den Rauch direkt ein. Aber der Spruch hat selbst bei Nicht-Anwesenheit eines Nicht-Rauchers Gültigkeit. Und zwar nachträglich, aber wie das?

Im Tabak und im Tabakrauch befinden sich unter Anderem die karzinogenen Giftstoffe Nitrosamine. Wissenschaftliche Studien belegen, dass circa 80% vom Tabakrauch als Rauchrückstände in Räumen, Wänden und Oberflächen verbleiben, selbst nach mehrfachem Lüften der Räumlichkeiten. Diese Rückstände von Nitrosaminen sorgen nun für erhöhtes Nierenkrebsrisiko, und das selbst bei „indirekten“ Passivrauchern.

Zeitlinie: was passiert nach dem Aufhören?

Mit dem Rauchen aufhören hat, neben den gesundheitlichen Vorteilen für Passivraucher, auch viele positive Auswirkungen auf die eigene Gesundheit. Aber haben die Organe, besonders die Lunge, die Fähigkeit sich wieder zu regenerieren?

Werfen wir mal einen Blick auf die Zeit nach dem Rauchen:

  • 20 Minuten nach dem Rauchen sinkt bereits dein Puls und Blutdruck
  • Nach 8 bis 12 Stunden reduziert sich die Kohlenmonoxidbelastung im Blut
  • 48 Stunden nach dem Aufhören verbessert sich deine Fähigkeit zu riechen und zu schmecken, da sich die Nerven anfangen zu regenerieren und die Sinne langsam verbessern
  • 2 Wochen bis 3 Monate nach dem Aufhören sinkt dein Risiko für einen Herzinfarkt, da sich die Durchblutung verbessert und die Sauerstoffversorgung der Organe reguliert
  • Nach 1 Monat verbessert sich die Lungenfunktion
  • In wenigen Monaten regenerieren sich die Flimmerzellen in den Schleimhäuten. Diese Flimmerzellen sind für die Reinigung der Lunge wichtig und reduzieren die Gefahr an Lungenentzündungen und Infektionen zu erkranken
  • Nach 2 bis 6 Monaten hat sich die Lunge deutlich erholt. Du fühlst dich weniger kurzatmig und hustest weniger. Ausserdem fühlst du dich wesentlich energiegeladener, ideal um mit leichten Sportübungen, die deine Regeneration fördern, zu beginnen
  • 1 Jahr nach dem Aufhören des Rauchens sinkt das Risiko an koronaren Herzkrankheiten zu erkranken um bis zu 50%
  • Nach 5 Jahren reduziert sich das Risiko von Schlaganfällen ebenfalls um die Hälfte
  • Nach 10 bis 15 Jahren sinkt das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken auf das von jemanden, der nie geraucht hat
  • 15 Jahre nach der letzten Zigarette ist das Risiko einer Herzerkrankung dasselbe wie bei einem Nicht-Raucher. Du bist körperlich wieder aufgestellt wie vor der allerersten Zigarette.

Spätestens nach dieser Auflistung, und den vielen gesundheitlichen Vorteilen die sich bereits nach wenigen Wochen bemerkbar machen, sollte dir aufgefallen sein, dass du gar nicht früh genug mit dem Rauchen aufhören kannst.

„Gesundheit ist eine Entscheidung.“ 

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*Quellenangaben am Ende der Seite

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Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungsberater

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Quellen:

CDC, 2010 – Surgeon General’s Report—How Tobacco Smoke Causes Disease: The Biology and Behavioral Basis for Smoking-Attributable Disease

Murray CJ, 2013 – The state of US health, 1990-2010: burden of diseases, injuries, and risk factors

Ramirez N, 2014 – Exposure to nitrosamines in thirdhand tobacco smoke increases cancer risk in non-smokers

Schick SF, 2013 – Thirdhand cigarette smoke in an experimental chamber: evidence of surface deposition of nicotine, nitrosamines and polycyclic aromatic hydrocarbons and de novo formation of NNK

American Cancer Society, 2015 – Benefits of quitting smoking over time

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Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

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