Genetisch veranlagt. Oder doch nicht?

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel oder Hormonelle Probleme, alles genetisch veranlagt? Alles Krankheiten die ja schon die Eltern oder Großeltern hatten, dann muss einem das wohl zwangsläufig auch widerfahren. Schieben wir die Schuld einfach mal auf die Gene, sowohl für den Therapeuten, als auch für den Patienten, eine einfache und bequeme Lösung. Ganz nach dem Motto „da kann man nichts machen, sind die Gene dran Schuld“.

Aber müssen wir uns als „Opfer unserer Gene“ hinstellen? Ist unser Schicksal allein durch die Gene zu 100% vorbestimmt? Sind Krankheiten wirklich genetisch veranlagt? Sind wir machtlos dagegen oder gibt es vielleicht doch eine Möglichkeit die eigene Gesundheit, unabhängig von möglichen Erkrankungen in der Familie, zu beeinflussen? Schauen wir mal genauer auf die wissenschaftlichen Studienlage.

Was heisst eigentlich „die Gene sind Schuld“?

„Als genetische Disposition bezeichnet man die vererbte Veranlagung eines Individuums, bestimmte Erkrankungen zu entwickeln.“ Soweit die Definition (Wikipedia). Zu allererst muss man wissen, dass es sehr wohl Gendefekte gibt. Natürlich existiert ein Risiko, durch genetische Prädisposition, anfälliger für Krankheiten zu sein.

Gene sind Teil unserer DNA, beziehungsweise die DNA besteht aus vielen Aneinanderreihungen von Genen. Gene sind tagtäglich für unsere Körperfunktionen zuständig, besser gesagt dafür wie unser Körper funktioniert.

Aber das heisst noch lange nicht, dass man machtlos gegen genetisch bedingte Erkrankungen ist und das viele Krankheiten einfach nur genetisch veranlagt sind. Jeder Mensch hat eine unterschiedliche Ausgangsposition, dennoch muss jeder Mensch auch individuell betrachtet werden. Nur weil man mit „schlechten“ Genen geboren wurde, heisst das nicht, dass man diese nicht positiv beeinflussen kann.

Genetisch veranlagt – Die Familiengeschichte

„Ich habe diese Krankheit, ich habe dieses gesundheitliche Problem, ich bin daran erkrankt weil die Meisten in meiner Familie diese Krankheit haben“. Thema erledigt, Medikamente werden ohne nachzudenken eingeworfen und alles ist gut.

Doch neuste Studien der Universität Edinburgh zeigen, dass familiäre Krankheiten zu großen Teilen das Ergebnis eines gemeinsamen Lebensstils und gemeinsamen Essgewohnheiten sind. Faktoren die das familiäre Umfeld gemeinsam haben, wie ungesunde Ess- und Lebensgewohnheiten, erhöhen das Risiko an Krankheiten enorm.

Weitere Studien an über 500 eineiigen Zwillingen zeigen, dass Faktoren wie Ernährungs- und Lebensweise die genetischen Voraussetzungen eindeutig übertreffen. Es konnte, je nach Ernährungs- und Lebensweise des Zwillings, kein Zeichen auf eine genetisch vererbte Krankheit festgestellt werden.

Erbgut veränderbar

Unser Erbgut, also unsere DNA, ist veränderbar. Laut Dr. Deepak Chopra, einem Internisten, Heilpraktiker und Buchautor, sind 95% der Genmutationen die Krankheiten verursachen auf unsere Lebensweise zurückzuführen. Das bedeutet, du hast mehr Kontrolle als du denkst.

Schon allein eine kurze Sporteinheit verändert unser Erbgut. Durch die intensive Bewegung löst Sport Ablagerungen an der DNA der Muskelzellen, wodurch mehr Gene abgelesen werden als vorher.

Gesunde Ernährung heißt gesunde Gene

Noch intensiver und förderlicher ist die Ernährung. Die Ernährung beeinflusst zum größten Teil unsere Gesundheit, das ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass eine gesunde Ernährung maßgeblich an der Beeinflussung unserer Gene beteiligt ist, und somit über Gesundheit oder Krankheit entscheiden kann.

Aber wie das? Die Ernährung steuert unsere Damflora, die wiederum bildet im Nachhinein gewisse Botenstoffe und Proteine die unsere Gene aktivieren. Das entscheidet wiederum über Gesundheit oder Krankheit.

Eine gesunde und pflanzenbasierte Ernährungsweise ist nicht nur für eine gewünschte Gewichtsreduktion nützlich, sondern hat zusätzlich massiven Einfluss auf physische und psychische Erkrankungen.

Eine pflanzenbasierte Ernährungsweise enthält, in den meisten Fällen, viele Lebensmittel reich an Mikronährstoffen, Antioxidantien, Vitalstoffen und Enzymen. Studien zeigen, dass eine Ernährung, die überwiegend aus pflanzlichen Nährstoffen besteht, Entgiftungsenzyme ankurbeln, vor freien Radikalen und Oxidation schützen, die DNA reparieren und Zellschäden verhindern kann. 

So sorgen sekundäre Pflanzenstoffe, wie z.B. die Carotinoide, oder Spurenelemente wie Zink dafür, dass Zellschäden abnehmen und die DNA repariert werden kann. Auch Vitamin D, das Sonnenvitamin genannt, sorgt, laut unterschiedlichen Studien, für eine beschleunigte DNA-Reparatur und kann präventiv vor Krebszellen schützen.

Individuelle Betrachtungsweise

Defektes Erbmaterial und risikohafte Genstrukturen sind möglich, aber jederzeit reversibel. Bereits erfolgte Erkrankungen oder Symptome sind größtenteils in der Lage abgeschwächt zu werden und mögliche genetisch bedingte Krankheiten noch lange nicht eindeutig. Jeder Mensch bekommt von Beginn an die Möglichkeit, seine Gene positiv zu beeinflussen. Ob in der Familie eine bestimmte Krankheit über Generationen „vererbt“ wurde, bedeutet nicht, dass auch du daran erkrankst.

Wir haben vielleicht keine Kontrolle über die Karten die wir bekommen, aber wir haben die Kontrolle über die Hand die wir spielen. Du hast die Wahl.

„Gesundheit ist eine Entscheidung.“

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*Quellenangaben am Ende der Seite

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Quellen:

Collins AR, 2012 – Effects of micronutrients on DNA repair.

Astley SB, 2004 – Evidence that dietary supplementation with carotenoids and carotenoid-rich foods modulates the DNA damage: repair balance in human lymphocytes.

Fleet JC, 2012 – Vitamin D and cancer: a review of molecular mechanisms.

Sheng Y, 1998 – DNA repair enhancement by a combined supplement of carotenoids, nicotinamide, and zinc.

University of Edinburgh, 2016 – Diseases that run in families not all down to genes, study shows

Kulshreshtha A, 2014 – Association between ideal cardiovascular health and carotid intima-media thickness: a twin study.

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Ich bin Ramon, Geschäftsführer von Mediale Gesundheit, Fachberater für ganzheitliche Gesundheit und studierter Ernährungsberater aus Hamburg. Ich freue mich, Fachwissen über eine ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsweise leicht und verständlich an dich weiterzugeben.

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